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16 neue Lehrkräfte für die Grund- und Mittelschulen im Landkreis Traunstein begrüßt

In den Grund- und Mittelschulen des Landkreises Traunstein treten diese Woche 16  junge Lehrerinnen und Lehrer ihren Vorbereitungsdienst an. Sie stehen damit unmittelbar nach ihrem Hochschulabschluss erstmals vor einer Klasse. Ihre erste Bewährungsprobe hinter sich haben dagegen 15 weitere Lehrkräfte, die schon seit zwei Jahren Kinder unterrichten und jetzt ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Sie alle wurden zu Beginn des neuen Schuljahrs am Montag von Schulamtsleiter Otto Mayer und seinem Team willkommen geheißen. Im Rahmen einer Feierstunde in der Traunsteiner Landwirtschaftsschule legten sie ihr feierliches Gelöbnis ab.

Besonders begrüßte Mayer jene acht Lehrerinnen und Lehrer, die aus anderen bayerischen Regionen kommen und sich im Landkreis Traunstein erst einmal einleben müssen, was bei der Attraktivität des Chiemgaus aus seiner Sicht aber kein unüberwindbares Problem darstelle. Auch in fachlicher Hinsicht stärkte er den jungen Kolleginnen und Kollegen den Rücken. „Sie legen einen Eid ab zwar auf die Verfassung, aber im Grund für die Ihnen anvertrauen Kinder“, unterstrich Mayer in seiner Willkommensrede. Die Lehrkräfte übernähmen damit bewusst die Verantwortung für die Zukunft von Gesellschaft, freiheitlich demokratischem Rechtsstaat und bayerischer Heimat. Erziehung und Bildung seien zur Gestaltung einer freiheitlichen Gesellschaft lebensnotwendig. Mayer: „Ihr Gelöbnis in feierlicher Form ist deshalb keine Formalität, sondern eine Notwendigkeit für die Freiheit und die Zukunft unserer Gesellschaft.“ Eltern und Kinder hätten ein Recht darauf, das gegebene Versprechen täglich einzufordern.

Kritisch setzte sich Mayer mit einigen Aspekten der Lehrerausbildung auseinander. Immer neue Formen des Lernens vermittelten den Eindruck, die Methodenkompetenz des Lehrers sei wichtiger als seine Sachkompetenz. Mayers Rat: „Stellen Sie Ihre Unterrichtsgestaltung nicht unter den Zwang, welche Medien und Arbeitsmittel, welche Bocksprünge und Gags kann ich noch unterbringen, sondern stellen Sie sich die Sinnfrage, warum Kinder gerade diesen Stoff in dieser Stunde lernen sollen. Wenn Sie eine schlüssige Antwort gefunden haben, wird sich auch ein erfolgreicher methodischer Weg entwickeln lassen.“

Zudem komme die Erziehungspraxis in der Lehrerausbildung immer noch zu kurz. Angesichts der „nachlassenden erzieherischen Kraft“ in Familie und Gesellschaft würden höhere Anforderungen an die Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer gestellt. Mayer: „Der Lehrer ist Krisenbewältiger in jeder Minute seines Handelns. Deshalb muss er selbst krisensicher sein. Er muss erziehen und führen wollen – auch gegen den stetig steigenden Einfluss der übermächtigen ‚Miterzieher‘ vom PC über das Fernsehen bis hin zu den Smartphones.“


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16 frisch ausgebildete Lehrkräfte stehen im Landkreis Traunstein zum Schuljahresbeginn erstmals vor einer Klasse. Schulamtsleiter Otto Mayer (Bild: links) und der Vorsitzende des Örtlichen Personalrats Alexander Fietz (rechts) hießen sie im Landkreis Traunstein herzlich willkommen.

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