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Landkreis Traunstein
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Blühender Landkreis

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Hintergrund

Blüten besuchende Insekten, wie Honigbienen, Wildbienen, Hummeln, Wespen, Schmetterlinge und Käfer, haben eine entscheidende Funktion im Ökosystem. Sie bestäuben auf ihrer Nahrungssuche die besuchten Pflanzen. Rund 80% der einheimischen Blütenpflanzen sind auf Fremdbestäubung durch Insekten angewiesen. Von dieser Tätigkeit hängen für uns Menschen aber auch lebenswichtige Bereiche wie die Lebensmittelversorgung, der Boden- und Hochwasserschutz oder auch die Erhaltung genetischer Vielfalt bei wild lebenden Verwandten unserer Kulturpflanzen ab.
Honigbienen leisten einen Teil der Bestäubung. Beim intensiven Obstanbau können es bis zu 80% sein, in vielfältiger, intakter Kulturlandschaft sind es nur 5%. Den Rest übernehmen als unverzichtbare Helfer unsere Wildbienen, Fliegen, Wespen, Käfer, Schmetterlinge und andere blütenbesuchende Insekten. Ein Mangel an Blütenbestäubern führt bei einigen unserer Kulturpflanzen zu nachweislich deutlich geringeren Erträgen und Qualitätseinbußen – so beispielsweise bei Obst, Raps oder Sonnenblumen.


Bestäuber brauchen blühende Pflanzen!

Nur eine große Blütenfülle bietet Insekten einen reich gedeckten Tisch. Süßen Nektar als Energiequelle und eiweißreichen Pollen als Futter für den Nachwuchs, das ist es, was unsere Helfer brauchen. So manche Wildbiene nutzt darüber hinaus abgestorbene Pflanzenstängel als Kinderstube.
Bei ihren Flügen von Blüte zu Blüte verteilen sie Pollen und sorgen so für die Bestäubung und Befruchtung der Blüten. Erst dann entstehen Früchte und Samen. Der Wert für uns und unser Ökosystem kann nicht hoch genug geschätzt werden!
Entscheidend ist eine kontinuierliche Blütenfülle vom Frühjahr bis in den Herbst. Nur dann haben Honigbienen, Wildbienen und andere Blütenbesucher die Chance, viel Nektar und Pollen zu sammeln.


Das Leben ist schwer geworden

Die Lebensbedingungen der bestäubenden Insekten haben sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verschlechtert.
Die Landwirtschaft gestaltet in großem Maße unsere Umgebung und hat über Jahrhunderte eine artenreiche und blühende Kulturlandschaft hervorgebracht. Doch die andauernde Entwicklung der letzten Jahrzehnte führt zu einer Verarmung der Flora und einem immer knapper werdenden Nahrungs- und Lebensraumangebot für Blüten besuchende Insekten.
Nach einem reichen Blütenangebot im Frühjahr, beispielsweise der Obstbaumblüte, bricht die Nahrungsversorgung der Insekten Ende Mai/ Anfang Juni meist schlagartig zusammen. Frühes und häufiges Mähen hat zum Verschwinden von blumenreichen Wiesen geführt, weil nur Gräser diese intensive Bewirtschaftung überstehen können.
Feldränder, Böschungen und Randbereiche werden oft vollständig gemäht, es verbleiben keine abgestorbenen Pflanzenstängel für die Überwinterung von Insekten und Samenstände als Futter für Vögel.
Aber nicht nur in der freien Landschaft und den Randbereichen hat das Angebot an blühenden Pflanzen abgenommen, auch in den Gärten geht der Trend zu sterilem, vermeintlich pflegeleichtem Dauergrün. Dabei bieten sich gerade hier viele Möglichkeiten schöne Blütenpracht mit der Förderung und dem Schutz unserer heimischen Blütenbesucher zu verbinden.


Um auf all diese Probleme hinzuweisen und an Lösungsansätzen zu arbeiten, hatte Herr Landrat Siegfried Walch die Aktion „Jahr der Biene 2016“ ausgerufen. Die dauerhafte Nachfolge des Aktionsjahrs bildet ab 2017 der „Blühende Landkreis Traunstein“.

Kreisfachberater:

Markus Breier

Zi.Nr.:

M 2.14

Telefon:

0861/58-385

Fax:

0861/58-585

Anschrift:

Landratsamt Traunstein

Kreisfachberater

Herrn Markus Breier

Papst-Benedikt-XVI.-Platz

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