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Landkreis Traunstein
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Geschichte, Wappen

Geschichte

Traunreut
Traunreut - Mit über 21.000 Einwohnern ist Traunreut die größte Stadt des Landkreises. Nach dem 2. Weltkrieg siedelten sich hier viele Vertriebene und Spätaussiedler an.

In Bayern entstanden durch eine 1802 von Kurfürst Max Josef erlassene Verordnung die Landgerichte. Sie waren zuständig für Verwaltung und Rechtsprechung. Auf dem Gebiet des heutigen Landkreises Traunstein gab es die Landgerichte Traunstein und Trostberg.
1852 wurden im Königreich Bayern 240 Distriktsgemeinden gebildet - darunter Traunstein und Trostberg. Sie waren Gemeindeverbände mit eigener Rechtspersönlichkeit und damit die eigentlichen Vorläufer der heutigen Landkreise.
1862 kam es zur vollständigen Trennung von Rechtsprechung und Verwaltung. Die Rechtsprechung verblieb bei den 249 bayerischen Landgerichten. Die Verwaltungsaufgaben mussten nun die neugeschaffenen 142 Bezirksämter im Königreich erfüllen. Innerhalb der Grenzen des Bezirksamts Traunstein bestanden bis 1919 die beiden Distriktgemeinden sowie die zwei Landgerichtsbezirke fort.
Das Selbstverwaltungsgesetz vom 22. Mai 1919 verlieh den Gemeindeverbänden das Recht der Selbstverwaltung und sicherte ihre demokratische Verfassung. Die zum Bezirksamt Traunstein gehörenden Distrikte wurden zum Bezirk Traunstein vereinigt.
1939 wurden die Bezirke in Landkreise und die Bezirksämter in Landratsämter umbenannt. Echte Selbstverwaltung gab es in nationalsozialistischer Zeit nicht. Die Aufgaben des Kreistages und des Kreisausschusses erfüllte bis zum Ende des NS-Regimes 1945 der Landrat als staatlicher Beamter.
Starken Bevölkerungszuwachs erhielt der Landkreis Traunstein nach dem Zweiten Weltkrieg, als er zahlreiche Heimatvertriebene aus den deutschen Ostgebieten aufnahm. Aus dem Areal einer aufgelassenen Munitionsanstalt entstand durch Unternehmerinitiative und Fleiß der Heimatvertriebenen in wenigen Jahren die Stadt Traunreut, heute die bevölkerungsreichste Stadt des Landkreises.
Am 16. Februar 1952 trat die Landkreisordnung für den Freistaat Bayern in Kraft. Den Landkreisen wurde ein eigener Wirkungskreis zuerkannt. Vor allem aber mit der Volkswahl des Landrats hat die Landkreisordnung des Jahres 1952 die Entwicklung der Landkreise entscheidend geprägt.
Weiteren Zuwachs brachte die Gebietsreform des Jahres 1972. Zuvor jedoch kämpfte der Landkreis Traunstein unter dem Motto „Von Schnaitsee bis zum Alpenrand bleiben wir im Kreis beinand“ um seinen Fortbestand. Verschiedene Modelle waren in der Diskussion, die von der Zerstückelung des Landkreises Traunstein bis zur Schaffung eines „Großlandkreises“ reichten. Kommunalpolitiker, aber auch die Bürger setzten sich vehement für „ihren“ Landkreis ein. In Trostberg fand eine Kundgebung mit rund 3000 Teilnehmern statt.
Die gemeinsamen Anstrengungen hatten Erfolg. Der nördliche Teil des Ruperti-Winkels mit den Zentren Waging und Tittmoning wurde bei der Neugliederung der Landkreise dem Landkreis Traunstein zugeschlagen und machten ihn damit zum flächenmäßig größten oberbayerischen und zweitgrößten bayerischen Landkreis.

Wappen

Wappen Landkreis Traunstein
Das Wappenbild des Landkreises Traunstein zeigt auf seiner linken Hälfte einen blauen Panther auf silbernem Grund. Es ist das Wappen der Grafen von Spanheim, die bereits im 12. Jahrhundert den Chiemgau beherrschten.
Das Adelsgeschlecht, das später unter dem Namen "Pfalzgrafen von Kraiburg-Ortenburg" bekannt wurde, stammte aus Niederbayern und war mit Engelbert II. auf die Burg Marquartstein gekommen. Die Spanheimer Grafen vereinigten 1121 die bisherigen drei Chiemgauer Grafschaften an der Alz, an der Ache und an der Traun. Sie wurden Vögte des Klosters Baumburg. 1220 gründeten sie den Markt Trostberg. 1248 starb das Geschlecht aus.
Die rechte obere Hälfte des Wappens zeigt einen rotbewehrten schwarzen Adler auf goldenem Grund - das Wappen des einstigen Bistums Chiemsee. Die rechte untere Hälfte zeigt auf rotem Grund eine weiße Burg und einen grünen Baum - das Wappen des Klosters Baumburg und repräsentiert den nördlichen Teil des Landkreises.

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