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Herzlich willkommen im Landkreis Traunstein
 
Landkreis Traunstein

Betreuungsverfügung

Jeder von uns kann durch Unfall, Krankheit oder Alter in die Lage kommen, dass er wichtige Angelegenheiten seines Lebens nicht mehr selbstverantwortlich regeln kann.

 

Um für einen Volljährigen, meist Angehörigen, rechtsverbindliche Entscheidungen zu treffen und rechtverbindliche Erklärungen abzugeben, muss ich entweder

Bevollmächtigter oder rechtlicher Betreuer

sein.

 

Sie haben also die Möglichkeit, Ihrer Vertrauensperson eine Vorsorgevollmacht zu erteilen.

 

Wenn Sie hingegen niemand haben, dem Sie eine Vollmacht anvertrauen wollen, können Sie eine Betreuungsverfügung schreiben.
Damit kann der Betreuungsrichter Ihren Betreuerwunsch erfahren, auch wenn Sie hierzu nicht mehr befragt werden können.

 

Eine Betreuungsverfügung ist also eine

schriftliche vorsorgende Verfügung.

 

Mit einer Betreuungsverfügung nehmen Sie Einfluss auf die Entscheidungen Ihres gesetzlichen Vertreters (Bevollmächtigter oder rechtlicher Betreuer) sowie des Betreuungsrichters und nehmen damit Ihr Selbstbestimmungsrecht wahr, auch wenn Sie hierzu aktuell nicht mehr oder nur noch teilweise in der Lage sind.


Der Inhalt einer Betreuungsverfügung

 

hängt von Ihrer individuellen Lebenssituation und Ihren persönlichen Bedürfnissen ab.
Stellen Sie sich zum Beispiel folgende Fragen:

 

  • Wer sollte als mein rechtlicher Betreuer bestellt werden? Wer auf keinen Fall?
  • Wer sollte mich im Fall meiner Pflegebedürftigkeit versorgen?
  • In welches Heim möchte ich und wann?
  • Welche Personen sollten weiterhin Geschenke bekommen und zu welchen Gelegenheiten?
  • Wie soll über mein Haus, meine Eigentumswohnung verfügt werden?
  • Welche Möbel oder Gegenstände dürfen trotz Notwendigkeit auf keinen Fall verkauft werden?
  • Was soll an welche Personen bei Wohnungsauflösung verschenkt werden?

Dies sind nur Anregungen. Entscheidend sind Ihre individuelle Situation und Ihre persönlichen Bedürfnisse!


Hinweise auf Pflichten Dritter:

 

  • Die in einer Betreuungsverfügung geäußerten Wünsche haben zu beachten:
    das Betreuungsgericht,
    der rechtliche Betreuer,
    aber auch der Bevollmächtigte.

Ausnahme: Wünsche und Vorstellungen, die Ihrem Wohl zuwider laufen oder dem gesetzlichen Vertreter nicht zumutbar sind, sind nicht verpflichtend.

  • Wer ein Schriftstück besitzt, in dem jemand für den Fall seiner Betreuung Vorschläge zur Auswahl des Betreuers oder Wünsche zur Wahrnehmung der Betreuung geäußert hat, hat es unverzüglich beim Betreuungsgericht abzuliefern, nachdem er von der Einleitung eines Betreuungsverfahrens erfahren hat.

 

Vordruck und Faltblatt erhalten Sie hier... 

 


Die öffentliche Beglaubigung

 

von Unterschriften und Handzeichen auf Betreuungsverfügungen und auf Vorsorgevollmachten ist möglich:

  • entweder bei einem Notar Ihrer Wahl oder
  • bei der Betreuungsstelle gegen eine Gebühr von 10,-- € und nach Vorlage des Personalausweises oder des Reisepasses.


Erreichbarkeit und Servicezeiten der Betreuungsstelle Traunstein hier...  

Um im Falle der Bestellung eines rechtlichen Betreuers durch das Betreuungsgericht Ihren schriftlich festgelegten Betreuerwunsch zu erfragen, können Sie die gebührenpflichtige Registrierung Ihrer Betreuungsverfügung im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer nutzen.