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Herzlich willkommen im Landkreis Traunstein
 
Landkreis Traunstein

Vorsorgevollmacht

Bestimmen Sie ab Ihrem 18. Geburtstag selbst und sorgen Sie schon heute vor, solange es noch geht!


Jeder von uns kann durch Unfall, Krankheit oder Alter in die Lage kommen, dass er wichtige Angelegenheiten seines Lebens nicht mehr selbstverantwortlich regeln kann.

 

Wissen Sie, wer für Sie entscheidet, wenn Sie dies selbst nicht mehr können?
Sie sollten sich auch mit folgenden Fragen befassen:

  • Was ist, wenn ich auf die Hilfe anderer angewiesen bin? Wer handelt und entscheidet für mich?
  • Wer kümmert sich um meine persönlichen Wünsche und Bedürfnisse?
  • Wird dann mein Wille auch beachtet werden?
  • Habe ich eine oder mehrere Vertrauenspersonen?


In nur zwei Fällen kann man für einen Volljährigen
- auch wenn es sich um einen Angehörigen handelt! -

rechtsverbindliche Entscheidungen treffen und
rechtsverbindliche Erklärungen abgeben:

mit einer Vollmacht oder als gerichtlich bestellter Betreuer.

 


Der Inhalt der Vorsorgevollmacht

 

umfasst möglichst alle die Lebensbereiche, in denen für Sie in der Zukunft durch den Bevollmächtigten Entscheidungen zu treffen sind.
Den Inhalt können Sie selbst frei formulieren und zusammenstellen oder Sie verwenden einen Vordruck oder Sie lassen die Vollmacht beim Notar erstellen. 

 

Achten Sie darauf, dass manche Vertretungsrechte ausdrücklich benannt sein müssen, zum Beispiel die Entbindung der Ärzte von der Schweigepflicht und die Entscheidungen über freiheitsentziehende Maßnahmen (§§ 1904 und 1906 BGB), Angelegenheiten des Post- und Fernmeldeverkehrs, Anmeldung beim Einwohnermeldeamt im Rathaus.

 

Bei der Entscheidung über freiheitsentziehende Maßnahmen (§§ 1904 und 1906 BGB) benötigt der Bevollmächtigte ebenso wie der rechtliche Betreuer die Genehmigung des Betreuungsrichters.
Den Antrag und den Vordruck für ein hausärztliches Attest hierzu erhalten Sie beim Betreuungsgericht.

 


Voraussetzungen zur Erteilung einer gültigen Vollmacht sind

 

  • die Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers,
  • die eigenhändige Unterschrift des Vollmachtgebers,
  • das uneingeschränkte Vertrauen zum Bevollmächtigten.

 


Wussten Sie, dass ...

  • die gesetzliche Vertretung nur mit der Originalvollmacht möglich ist, nicht aber mit einer Kopie?
  • Sie einem Hauptbevollmächtigten noch einen Ersatzbevollmächtigten zur Seite stellen können? Auch er sollte im Bedarfsfalle eine Originalvollmacht in Händen haben.
  • der Bevollmächtigte grundsätzlich nur durch den Vollmachtgeber überwacht wird, weshalb absolutes Vertrauen zu ihm bestehen soll?
  • eine Vorsorgevollmacht mit einer Betreuungsverfügung verbunden werden kann?
  • privatschriftliche und notarielle Vollmachten nebeneinander bestehen können?
  • wir bei der Vollmacht in Vermögensangelegenheiten zusätzlich eine Beratung Ihres Kreditinstituts empfehlen?
  • für die Aufnahme von Darlehen eine notariell beurkundete Vollmacht erforderlich ist?
  • bei schwer kranken oder älteren Menschen (z.B. bei Demenzerkrankungen) es erforderlich werden kann, die Geschäftsfähigkeit zum Zeitpunkt der Vollmachtserteilung nachzuweisen? Hierzu empfiehlt sich bereits bei Vollmachtserteilung durch ein ärztliches Attest vorzusorgen.
  • eine Vollmacht, die durch einen Notar oder die Betreuungsstelle öffentlich beglaubigt ist, Ihnen ermöglicht, in Erbangelegenheiten zu handeln?
  • es sich bei einer durch die Betreuungsbehörde beglaubigten Vollmacht um eine öffentliche Beglaubigung im Sinne des § 129 BGB handelt, die damit beispielsweise auch die Formerfordernis für Grundbuch- und Handelsregisterzwecke erfüllt?
  • Sie der Eröffnung eines gerichtlichen Betreuungsverfahrens vorbeugen können, wenn Sie die gebührenpflichtige Registrierung Ihrer Vorsorgevollmacht im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer nutzen.

Wann und wie kann ich widerrufen?


 

Der Widerruf ist jederzeit möglich und muss gegenüber dem Bevollmächtigten erfolgen.

Bei Widerruf muss das Original der Vollmacht vom Bevollmächtigten zurückverlangt werden, um Dritten gegenüber den Anschein des Fortbestehens der Vollmacht zu verhindern.

Der Widerruf der Vollmacht ist nur im Zustand der Geschäftsfähigkeit möglich.

Bei Vollmachten, die über den Tod des Vollmachtgebers hinaus gelten, kann nur entweder der Vollmachtgeber selbst widerrufen oder nach dessen Tod der Erbe den Widerruf erklären.

Bei Verdacht des Missbrauchs einer Vollmacht können Dritte eine Mitteilung an das Betreuungsgericht machen.
Die Notwendigkeit zur Bestellung eines Kontrollbetreuers oder gar zum Widerruf der Vollmacht durch einen rechtlichen Betreuer kann durch die Mitteilung vom Betreuungsrichter geprüft werden.


Vordruck mit Geldbeutelkarte und Faltblatt erhalten Sie hier...


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