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Landkreis Traunstein

Biotope

 
Biotop – das Wort bedeutet nichts anderes als Lebensraum, zum Beispiel für seltene Pflanzen- und Tierarten. Wo gibt es solche Lebensräume im Chiemgau und wie werden sie geschützt?
 

Kartierung und Gesetzesgrundlagen

Die flurstückgenaue Biotopkartierung für den Landkreis Traunstein ist im Landratsamt oder für den jeweiligen Gemeindebereich bei den Gemeinden einsehbar.
 
Durch das Bundesnaturschutzgesetz und die Schutzgebietsverordnungen sollen wertvolle Biotopflächen bewahrt werden.
 
So verbietet § 30 des Bundesnaturschutzgesetzes  „Handlungen, die zu einer Zerstörung oder sonstigen erheblichen oder nachhaltigen Beeinträchtigung ökologisch besonders wertvoller Biotope führen können.“

 

 

In unserer Region sind das:

 

  • Natürliche oder naturnahe Fluss- und Bachabschnitte sowie Verlandungsbereiche stehender Gewässer,
  • Moore, Sümpfe, Röhrichte, seggen- oder binsenreiche Nass- und Feuchtwiesen, Pfeifengraswiesen und Quellbereiche,
  • Magerrasen, Heiden, Borstgrasrasen, offene Binnendünen, Wärme liebende Säume, offene natürliche Block- und Geröllhalden,
  • Bruch-, Sumpf- und Auenwälder, Wälder und Gebüsche trockenwarmer Standorte, Schluchtwälder, Block- und Hangschuttwälder,
  • offene Felsbildungen, alpine Rasen und Schneetälchen, Krummholzgebüsche und Hochstaudengesellschaften.

 

Hochmoor
Hochmoor
Streu- bzw. Feuchtwiese
Streu- bzw. Feuchtwiese

Zum Schutz der Lebensstätten verbietet § 39 Abs. 5 Bundesnaturschutzgesetz in der freien Natur:

 

  • Bodendecken auf Wiesen, Feldrainen, Hochrainen und ungenutzten Grundflächen sowie an Hecken und Hängen abzubrennen oder nicht land-, forst- oder fischereiwirtschaftlich genutzte Flächen so zu behandeln, dass die Tier- und Pflanzenwelt erheblich beeinträchtigt wird,
  • Bäume, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche oder andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen,
  • Rohr- und Schilfbestände in der Zeit vom 1. März bis 30. September zurückzuschneiden,
  • Ständig wasserführende Gräben unter Einsatz von Grabenfräsen zu räumen, wenn dadurch der Naturhaushalt, insbesondere die Tierwelt erheblich beeinträchtigt wird.
Feldgehölz östlich von Trostberg
Feldgehölz