Neben klimarelevanter Forschung und technischen Klimaschutzmaßnahmen wie beispielsweise Wärmedämmung an Gebäuden fördert der Freistaat Bayern von 2008 bis 2011 auch die Renaturierung von Mooren.
Ziel des „Klimaprogramm 2020 Moore“ ist es, Treibhausgase zu verringern und Anpassungsstrategien an die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels zu entwickeln.
Als besonders moorreicher Landkreis möchte der Landkreis Traunstein im Rahmen dieses Projekts der CO2 –Freisetzung aus entwässerten Mooren entgegenwirken.
Dazu sollen bis Ende 2011 degenerierte Moorkomplexe erworben werden und anhand einer professionellen Renaturierungsplanung großflächige Wiedervernässungsmaßnahmen stattfinden. Bei einem günstigen Verlauf dieser Maßnahmen kann nicht nur der Treibhausgasfreisetzung aus den Mooren gestoppt, sondern sogar wieder eine CO2
–Aufnahme durch die renaturierten Moore erreicht werden.
Die Moorpflanzen nehmen diese Gase beim Wachsen auf und lagern sie im Torf kostenlos und wartungsfrei ein. Wegen der hohen Wassersättigung zersetzt sich das Pflanzenmaterial nicht, sondern reichert sich über die Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte an.
Unsere Moore sind als landschaftsprägender Bestandteil unseres Bayernlandes, als Heimat für seltene Tier- und Pflanzenarten, als Retentionsräume für Niederschläge und zur Hochwasserprävention, als Erholungs- und Erlebnisraum nun auch zum Klimaschutz wertvoll und schützenswert.
Zur klimarelevanten Renaturierung geeigneter Moore stellt die Regierung von Oberbayern den Landkreisen Traunstein und Rosenheim eine Teilzeitkraft im Rahmen des „Klip 2020“ zur Verfügung.
Schwerpunktgebiete im Landkreis Traunstein sind bisher das Biotopverbundgebiet „Eggstätt-Hemhofer-Seenplatte, Seeoner Seen“, die Moorkomplexe südlich des Chiemsees und die Inzeller Filzen.

