A A
Drucken
Suche
Herzlich willkommen im Landkreis Traunstein
 
Landkreis Traunstein

Gemeingebrauch

Grundsätzlich sind für alle Handlungen und Vorhaben, die in irgendeiner Weise auf Gewässer (oberirdische Gewässer und Grundwasser) einwirken oder deren Benutzung zum Ziel haben, behördliche Genehmigungen, Erlaubnisse, Bewilligungen oder sonstige Gestattungen erforderlich.
Der Gesetzgeber hat davon Ausnahmen eingeräumt für gemeingebräuchliche Nutzungen oder solche, von denen erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Gewässer  in der Regel nicht zu erwarten sind.
 

Jedermann darf - soweit nicht Rechte anderer entgegenstehen und soweit Befugnisse oder der Eigentümer- oder Anliegergebrauch anderer nicht beeinträchtigt werden - im Rahmen des Gemeingebrauchs oberirdische Gewässer außerhalb von Schilf- und Röhrichtbeständen ohne behördliche Gestattung benutzen zum

 

  • Baden, Waschen, Tränken, Schwemmen, Schöpfen mit Handgefäßen,
  • Betrieb von Modellbooten ohne eigene Triebkraft,
  • Eissport und Befahren mit kleinen Fahrzeugen ohne eigene Triebkraft (z. B. Ruderboote, kleinere Segelboote, Windsurfer, Faltboote),
soweit dies geschehen kann, ohne dass dazu fremde Grundstücke rechtswidrig benutzt werden müssen.
 
Zum Gemeingebrauch gehören auch
  • das Einleiten von Grund- und Quellwasser ohne mengenmäßige Beschränkung (z. B. aus Dränungen),
  • das Einleiten von gesammeltem Niederschlagswasser von bebauten oder befestigten Flächen einschließlich Verkehrsflächen, das nicht durch häusliche, landwirtschaftlichen, gewerblichen oder sonstigen Gebrauch in seinen Eigenschaften nachteilig verändert und nicht mit anderem Abwasser oder wassergefährdenden Stoffen vermischt ist, entsprechend den nach § 60 WHG bekannt gemachten Regeln der Technik,
  • das Entnehmen von Wasser in geringen Mengen für das Tränken von Vieh, den häuslichen Bedarf der Landwirtschaft und für Übungen zum Zwecke des Feuerschutzes und der öffentlichen Notwasserversorgung,
Gewässerbenutzungen, die durch gesonderte Verordnung oder Verfügung der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde zusätzlich als Gemeingebrauch zugelassen sind.
 

Eigentümer- und Anliegergebrauch

Eine wasserrechtliche Erlaubnis oder Bewilligung ist auch nicht erforderlich zur Benutzung eines oberirdischen Gewässers durch den Eigentümer oder den durch ihn Berechtigten oder Anlieger am Gewässer für den eigenen Bedarf, wenn dadurch Andere nicht beeinträchtigt werden, keine nachteiligen Veränderungen der Eigenschaft des Wassers, keine wesentliche Verminderung der Wasserführung und keine andere Beeinträchtigung des Wasserhaushalts zu erwarten sind.