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Landkreis Traunstein

Erwerbstätige (§§ 18 ff. AufenthG)

 

Erwerbstätigkeit ist die selbstständige Tätigkeit und die Beschäftigung im Sinne von § 7 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch (Arbeitnehmertätigkeit). Ausländer dürfen eine Erwerbstätigkeit nur ausüben, wenn der Aufenthaltstitel sie hierzu berechtigt.

 

1. Selbstständige Tätigkeit:

Einem Ausländer kann eine Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer selbstständigen Tätigkeit erteilt werden, wenn

 

1. ein übergeordnetes wirtschaftliches Interesse oder ein besonderes regionales Bedürfnis besteht,
2. die Tätigkeit positive Auswirkungen auf die Wirtschaft erwarten lässt und
3. die Finanzierung der Umsetzung durch Eigenkapital oder durch eine Kreditzusage gesichert ist.

 

Für freiberufliche Tätigkeiten bestehen Erleichterungen. Ausländer, denen eine Aufenthaltserlaubnis für einen anderen Aufenthaltszweck erteilt wurde, kann die Ausübung einer selbstständigen Tätigkeit unter Beibehaltung des bisherigen Aufenthaltszwecks erlaubt werden.

 

2. Beschäftigung:

Die Zulassung ausländischer Beschäftigter orientiert sich an den Erfordernissen des Wirtschaftsstandortes Deutschland unter Berücksichtigung der Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt und dem Erfordernis, die Arbeitslosigkeit wirksam zu bekämpfen. Einem Ausländer kann ein Aufenthaltstitel zur Ausübung einer Beschäftigung erteilt werden, wenn die Arbeitsagentur zugestimmt hat oder durch die Beschäftigungsverordnung (BeschV) bestimmt ist, dass die Erteilung der Beschäftigungserlaubnis ohne Zustimmung der Arbeitsagentur zulässig ist. Für das Verfahren wird eine Stellenbeschreibung und ein Arbeitsvertrag benötigt.

 

Insbesondere für Fachkräfte bestehen erleichterte Zuwanderungsmöglichkeiten.

 

Für Personen aus begünstigten Staaten (§ 26 BeschV) bestehen berufsunabhängige Ausnahmeregelungen.

 

Unter bestimmten Voraussetzungen (Mindestjahresgehalt im Jahr 2014 47.600,00 € = 3.966 € monatlich, bei Mangelberuf 37.128,00 € = 3.093 monatlich) können Fachkräfte mit Hochschulabschluss (inländischer oder vergleichbarer ausländischer) eine Blaue Karte EU erhalten.

 

Einem hochqualifizierten Ausländer kann in besonderen Fällen eine Niederlassungserlaubnis erteilt werden. Als hochqualifiziert gelten insbesondere

 

a) Wissenschaftler mit besonderen fachlichen Kenntnissen oder
b) Lehrpersonen in herausgehobener Funktion oder wissenschaftliche Mitarbeiter in herausgehobener Funktion.

 

Ausländern, denen eine Aufenthaltserlaubnis für einen anderen Zweck erteilt wurde, kann die Ausübung einer Beschäftigung mit Zustimmung der Arbeitsagentur erlaubt werden.

 

Einreise mit abgeschlossener Berufsausbildung:

Bei Visaantragsstellung muss eine Anerkennung der ausländischen Berufsausbildung in Deutschland nachgewiesen werden.

Hinweise: www.anerkennung-in-deutschland.de