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Landkreis Traunstein

Verpflichtungserklärungen (Besuchereinladungen) nach §§ 66-68 Aufenthaltsgesetz

 

Ausländische Besucher müssen bei der Visumbeantragung nachweisen, dass während des Besuchsaufenthaltes in Deutschland der Lebensunterhalt ohne Inanspruchnahme von Sozialhilfe oder anderen öffentlichen Mitteln gesichert ist. Soweit ein Antragsteller nicht in der Lage ist, eigene Mittel nachzuweisen, kann er bei der deutschen Auslandsvertretung  ersatzweise eine Verpflichtungserklärung eines Gastgebers in Deutschland vorlegen.

 

Bei Staatsangehörigen folgender Staaten ist davon auszugehen, dass die deutschen Auslandsvertretungen immer eine Verpflichtungserklärung verlangen:

 

Afghanistan, Ägypten, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Äthiopien, Bangladesch, Burundi, Georgien, Ghana, Indien, Irak, Iran, Jordanien, Kamerun, Kasachstan, Kirgisistan, Kuba, Demokratische Republik Kongo (ehemals Zaire), Liberia, Libyen, Marokko, Moldawien, Nigeria, Pakistan, Philippinen, Ruanda, Russische Föderation, Somalia, Sri Lanka, Sudan, Syrien, Tadschikistan, Thailand, Togo, Türkei, Turkmenistan, Tunesien, Ukraine, Usbekistan, Vietnam, Weißrussland und Palästina (ungeachtet mit welchem Pass sich der palästinensische Visumantragsteller ausweist).

 

Im Übrigen werden Verpflichtungserklärungen in der Regel auch bei anderen visumpflichtigen Staaten verlangt.

 

Die Verpflichtungserklärung kann entweder bei der deutschen Auslandsvertretung oder bei der Ausländerbehörde abgegeben werden. Bei der Entgegennahme der Verpflichtungserklärung muss die Ausländerbehörde auch die Bonität des Bürgen prüfen und ggf. auf dem Formular bestätigen. Auch die Unterschrift muss beglaubigt werden. Wenn Sie bei der Ausländerbehörde eine Verpflichtungserklärung abgeben wollen, bitten wir Sie persönlich vorzusprechen und folgende Unterlagen mitzubringen:

 

  • Pass- oder Personalausweis
  • Wohnungsnachweis (Mietvertrag oder Kaufvertrag)
  • Einkommensnachweis (z.B. die letzten 3 Lohnabrechnungen, Rentenbescheid, bei Selbstständigen: Bestätigung des Steuerberaters über mtl. Nettogewinn, nach Abzug Einkommensteuer und Krankenversicherung) 
  • genaue Personalien, Passdaten und Anschrift des Gastes (soweit möglich)

 

Die Verpflichtungserklärung kann auch bei der Einreisekontrolle an der Schengen-Außengrenze als Nachweis zur Sicherstellung des Lebensunterhaltes verwendet werden. Auch anlässlich der Erteilung/Verlängerung einer Aufenthaltserlaubnis im Inland kann eine Verpflichtungserklärung nötig sein. 

 

Hinweis: Bei der Visumsantragsstellung verlangt die deutsche Auslandsvertretung auch den Nachweis von ausreichendem Krankenversicherungsschutz für Deutschland.