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Was ist eigentlich HIV und was ist Aids?
Häufig werden die beiden Begriffe HIV und Aids verwechselt. Es ist jedoch ein erheblicher Unterschied, ob man sich mit dem HI-Virus angesteckt hat oder bereits an Aids erkrankt ist.
Die Abkürzung HIV (Human Immunodeficiency Virus) steht für „menschliches Immundefekt-Virus“ und bezeichnet den Krankheitserreger, der nach einer Infektion ein Leben lang im Körper bleibt. Man sieht es keinem Menschen an, ob er das HI-Virus in sich trägt. Bei einer Ansteckung mit dem HI-Virus gibt es keine eindeutigen Anzeichen, dass eine Infektion stattgefunden hat (vgl. Seite 25, „Was geschieht vom Zeitpunkt der Infektion bis zur Erkrankung?“).
Einzig verlässlicher Nachweis für eine HIV-Infektion ist der HIV-Antikörper-Test (vgl. Seite 21, „Was sollte man über den HIV-Antikörper-Test wissen?“).
Die Ansteckung mit dem HI-Virus führt im Laufe der Jahre zur Schwächung und schließlich zum Zusammenbruch des menschlichen Immunsystems. Der Körper verliert somit Abwehrkraft gegenüber verschiedenen Krankheitserregern.
Aids (Acquired Immuno Deficiency Syndrome) bezeichnet das durch die Immunschwäche hervorgerufene Krankheitsbild. Das Vollbild Aids umfasst verschiedene Krankheiten. Es treten beispielsweise Infektionskrankheiten oder Tumore auf, die bei Menschen mit einem intakten Immunsystem fast nie vorkommen.
Die Vielzahl der Erkrankungen schwächt den Betroffenen und führt unbehandelt meistens innerhalb weniger Jahre zum Tod. Die antiretrovirale Kombinationstherapie hat die Prognose der Krankheit in den letzten Jahren wesentlich verbessert.
Zahlen und Fakten:
Genaue Zahlen zur Verbreitung von HIV und Aids in Deutschland sind beim Robert-Koch-Institut unter www.rki.de abrufbar. Informationen zur Situation weltweit veröffentlicht UNAIDS, das gemeinsame Programm zu HIV und Aids der Vereinten Nationen unter www.unaids.org.
Wie kann man sich anstecken?
Am häufigsten ist die Übertragung durch ungeschützte Sexualkontakte. Dies gilt für heterosexuelle und homosexuelle Kontakte.
Ein weiterer wichtiger Ansteckungsweg besteht im gemeinsamen Spritzengebrauch bei intravenös Drogenabhängigen.
Darüber hinaus können Schwangerschaft, Geburt und Stillen zur Infektion des Kindes durch eine HIV-positive Mutter führen; heute beträgt dieses Risiko durch gezielte medizinische Maßnahmen weniger als 1 Prozent.
Im alltäglichen Umgang miteinander, etwa am Arbeitsplatz, in der Schule oder im sozialen Kontakt, kann man sich mit dem HIV-Virus nicht anstecken.
Wie kann man sich schützen?
Die Verantwortung für den Schutz seiner Gesundheit und seines körperlichen und seelischen Wohlergehens trägt jeder Mensch zuallererst selbst. Dies bedeutet, dass sich jede Frau und jeder Mann im Rahmen von Intimkontakten selbst vor einer HIV-Infektion oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützen muss. Hier ist das vertrauensvolle Gespräch mit dem Partner oder der Partnerin wichtig. Insbesondere zu Beginn einer neuen Beziehung sollte man über eigene Wünsche, Bedürfnisse, Ängste, über Sicherheit, Treue und auch über Safer Sex miteinander sprechen. Dies sind entscheidende Voraussetzungen für ein eigenverantwortliches und erfülltes Sexualleben und zugleich für den Schutz vor einer HIV-Infektion.
Wirksamer Schutz bedeutet:
Quelle:
Die meisten Informationen wurden aus der Broschüre des Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit "Informationen zu HIV und AIDS" entnommen.

Beratung zu HIV und AIDS
Volle Anonymität wird zugesichert
Durchführung anonymer HIV-Tests
Anonymität ist durch Vergabe einer Ziffer ohne Angaben persönlicher Daten gesichert.
Der Test ist weiterhin kostenlos. Die Auswertung des Tests nimmt ca. eine Woche in Anspruch. Telefonische Terminvereinbarung wird empfohlen.
Betreuung HIV-Positiver und AIDS-Kranker
Dabei Zusammenarbeit mit behandelnden Ärzten und stationären Einrichtungen
Informationsveranstaltungen
Unterstützung, Organisation und Durchführung AIDS-präventiver Veranstaltungen, z. B. in Schulen, Gemeinschaftseinrichtungen o. ä.
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