
Ein Frosch inmitten seines Laichs: Mit den ersten milden Nächten beginnt wieder die Frühjahrswanderung der Amphibien zu ihren Laichgewässern. ©Landratsamt Traunstein
Amphibienwanderung beginnt demnächst wieder
Aufgrund der untypischen und anhaltend warmen Temperaturen – insbesondere im Februar – wird die Frühjahrswanderung von Fröschen, Kröten und Molchen in diesem Jahr voraussichtlich besonders früh einsetzen. Sobald die Abendtemperaturen etwa fünf Grad erreichen, machen sich die Tiere, bevorzugt bei Regenwetter, auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Da die Amphibien auf ihrer Wanderung häufig Straßen überqueren müssen, bittet die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Traunstein auch in diesem Jahr alle Autofahrer, insbesondere in der Dämmerung aufmerksam zu sein und entsprechend vorsichtig zu fahren. Zum Schutz der Tiere stellen ehrenamtliche Helfer mobile Amphibienzäune auf. Entlang dieser Zäune sammeln sie die Tiere ein und bringen sie sicher zu ihren Laichplätzen.
Einer der bedeutendsten Übergänge für Frösche, Kröten und Molche befindet sich an der TS 5 zwischen Staudach-Egerndach und Bergen. Bei Seeon sowie am Froschsee bei Ruhpolding sorgen fest installierte Amphibientunnel für größtmögliche Sicherheit. Besondere Vorsicht ist zudem im Bereich der B 305 zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl geboten. Dort wandern die Tiere in manchen Nächten zu Tausenden über die Fahrbahn, sodass die Straße zeitweise auf verantwortungsvolle Weise nicht mehr befahrbar ist. Aus diesem Grund errichtet der Kreisbauhof mit Unterstützung zahlreicher freiwilliger Helfer, insbesondere des Bund Naturschutzes e. V., an festgelegten Stellen Krötenzäune. Auch das Staatliche Bauamt koordiniert jährlich Maßnahmen zum Amphibienschutz im Landkreis Traunstein. Darüber hinaus bittet die Untere Naturschutzbehörde darum, Kellerschächte auf Amphibien zu kontrollieren und gegebenenfalls die Tiere wieder in die Freiheit zu entlassen.

