Persönlichkeit und Demokratieverständnis als Kulturwerte jenseits von KI
Mitten in Traunstein fand heuer das grenzübergreifende Vernetzungstreffen „Drent trifft Herent“ statt. Gut 60 Teilnehmende aus Salzburg und Südostoberbayern aus allen Bereichen von Kultur und Tourismus waren der Einladung des Landkreises Traunstein gefolgt und nutzten das mittlerweile gut etablierte Format zum Austausch und zur Fortbildung.
Die ersten Gäste trafen bereits am Vormittag zur Stadtführung „Salz in Traunstein“ mit Stadtheimatpflegerin Dr. Lydia Großpietsch und zum gemeinsamen Mittagessen ein, bevor am Nachmittag der große Sitzungssaal des Landratsamts zum Tagungsraum wurde. Kultur brauche nicht nur Räume, sondern schaffe zugleich Räume, betonte Stefan Kattari, stellvertretender Landrat, zur Begrüßung: Räume für Kreativität, Diskussion und neue Ideen. Kultur verbinde Tradition und Gegenwart, Vertrautes und Unbekanntes sowie eben Menschen von drent und herent. In diesem Sinne widmete sich das diesjährige Treffen dem Thema Kulturwerte jenseits der KI.
Das Projekt wurde von der EU im Rahmen von INTERREG gefördert. Als Vertreter und Förderer begrüßten Lofers Bürgermeister Norbert Meindl, zugleich Vizepräsident der Euregio Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein, und die Kulturreferentin des Landes Salzburg, Dr. Andrea Blöchl-Köstner, die Gäste. Beide ließen es sich nicht nehmen, bis zum Abend am attraktiven Fortbildungsangebot teilzunehmen.
Monika Henschel, als Mitglied des international gefeierten Henschel Quartetts auch eine gefragte Referentin, vermittelte im Workshop zum Thema Musik und Demokratie das Modell des Design Thinking Process. Dieses ermöglicht eine offene und kreative Entwicklung von Ideen unter Einbeziehung kulturferner Personen. Katrin Hammerschmidt, Trainerin zahlreicher Chefetagen von drent und herent, arbeitete anschaulich und humorvoll mit den Teilnehmenden an dem, was uns von der KI abhebt: persönliche Haltung, bewusst eingesetzte Stimme und konstruktive Überzeugungskraft. Die Ergebnisse beider Workshops ließen sich – so die positive Rückmeldung zahlreicher Anwesender – unmittelbar in die eigene Kulturarbeit übertragen.
Zum Ausklang mit gastlichem Buffet bedankten sich die Kooperationspartnerinnen des diesjährigen Treffens, Gastgeberin Dr. Birgit Löffler, Kulturleiterin im Landratsamt Traunstein, und Elisabeth Schratl, Burgverwalterin des Forts Kniepass, bei allen Organisatoren, Förderern und Gästen. Zugleich gaben sie einen Ausblick auf das nächste „Drent trifft Herent“ 2027 am Ausflugsziel Fort Kniepass im Salzburger Land.
Titelbild: Die Verantwortlichen (von links): Heidi Steiner, Projektmanagerin Euregio; Norbert Meindl, Vizepräsident Euregio und Bürgermeister Lofer; Elisabeth Schratl, Burgverwalterin Fort Kniepass in Unken; Dr. Andrea Blöchl-Köstner, Kulturreferentin Land Salzburg; Stephan Hüfner und Dr. Birgit Löffler, Leitung des Sachgebiets Kultur und Heimatpflege, Landkreis Traunstein; Stefan Kattari, stellv. Landrat und Bürgermeister Grassau.
Bild 1: In Kleingruppen mit kulturfernen Personen Projekte zu entwickeln, war die Aufgabe im Workshop zum Design Thinking von Monika Henschel.
Bild 2: „Drent trifft Herent“ im Sitzungssaal des Landratsamts Traunstein
Bild 3: Führung durch die Salzgeschichte Traunsteins mit Ortsheimatpflegerin Dr. Lydia Großpietsch