Meldung vom 12.05.2026 - 14:00 Uhr

Der Katastrophenfall endet – die Nachlöscharbeiten gehen geordnet weiter

Der Katastrophenfall wegen der Lage am Saurüsselkopf in Ruhpolding endet mit Ablauf des heutigen Dienstags, 12. Mai 2026. Grundlage dafür ist die deutlich stabilisierte Lage im Einsatzgebiet. Der offene Brand ist gelöscht, die Nachlöscharbeiten zeigen erkennbare Fortschritte. Die Vorgaben des Katastrophenfalls sind damit nicht mehr erfüllt und die weitere Einsatzbewältigung kann im Koordinierungsfall nach Art. 15 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes weitergeführt werden. Dies bedeutet eine weiterhin besondere Einsatzlage unter der einsatztaktischen Führung durch den Örtlichen Einsatzleiter, allerdings unterhalb der Schwelle des Katastrophenfalls. 

Das Ende des Katastrophenfalls bedeutet jedoch ausdrücklich nicht das Ende des Einsatzes. Im Gelände bestehen weiterhin Risiken durch Glutnester, schwierige Geländeverhältnisse und wetterbedingte Einflüsse. Nachlöscharbeiten, Kontrollmaßnahmen und Sicherheitsmaßnahmen werden deshalb geordnet fortgeführt. Mit dem Ende des Katastrophenfalls wird die Einsatzstruktur rechtlich und organisatorisch in den Koordinierungsfall überführt. Dadurch können die beteiligten Stellen weiterhin abgestimmt zusammenarbeiten. Die Koordination der Nachlöscharbeiten, der Kontrollen, der Kräfteplanung, der ggf. Luft- und Drohnenunterstützung sowie der weiteren Sicherheitsmaßnahmen bleibt damit gewährleistet.

Landrat Andreas Danzer erklärt dazu: „Mit dem Ende des Katastrophenfalls gehen wir einen wichtigen Schritt zurück in die Regelstruktur. Das ist möglich, weil sich die Lage am Saurüsselkopf deutlich stabilisiert hat. Gleichzeitig sage ich ganz klar: Das ist keine vollständige Entwarnung für das Gelände. Die Nachlöscharbeiten gehen weiter, und die Sicherheit der Einsatzkräfte und der Bevölkerung hat weiterhin oberste Priorität. Der Katastrophenfall war in dieser Lage richtig und notwendig. Er hat es ermöglicht, Kräfte zu bündeln, Entscheidungen schnell zu treffen und die Vielzahl der Beteiligten eng aufeinander abzustimmen. Mein großer Dank gilt allen Einsatzkräften, Helfern, Fachstellen, Organisationen, der Gemeinde Ruhpolding, den Mitarbeitern im Krisenstab des Landratsamts und allen Unterstützern, die in den vergangenen Tagen Außerordentliches geleistet haben.“

Nachlöscharbeiten bleiben aufwendig
Der Schwerpunkt der weiteren Maßnahmen liegt weiterhin auf der systematischen Suche, Kontrolle und Bekämpfung von Glutnestern. Viele Glutnester sitzen tief im Waldboden, unter Wurzeln oder in abgestorbenem Holz. Sie müssen von den Einsatzkräften vor Ort freigelegt und anschließend gezielt abgelöscht werden. In schwer zugänglichen Bereichen ist dies nur mit alpiner Begleitung möglich. 

Feuerwehr, Bergwacht, Alpinpolizei, Forst, Bundeswehr und weitere Unterstützer arbeiten dabei weiterhin eng abgestimmt zusammen. Auch Drohnen, Wärmebildtechnik und bei Bedarf Hubschrauber können weiterhin eingesetzt werden, um das Gelände zu erkunden, Glutnester zu lokalisieren und schwer erreichbare Bereiche zu unterstützen.

Örtlicher Einsatzleiter Christof Grundner betont: „Der offene Brand ist gelöscht. Was uns weiter beschäftigt, sind Glutnester im Boden, unter Wurzeln und in schwer zugänglichen Bereichen. Diese müssen weiterhin systematisch gesucht, freigelegt und abgelöscht werden. Das bleibt aufwendig und wird uns auch in den kommenden Tagen fordern. Wir können die Lage inzwischen geordnet in eine neue Struktur überführen. Die Einsatzkräfte arbeiten weiter abschnittsweise im Gelände. Entscheidend bleibt, dass niemand den gesperrten Bereich betritt und die Arbeiten nicht behindert.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass der Bereich, in dem es gebrannt hat, weiterhin ein Gefahrenbereich ist. Es besteht Steinschlaggefahr, außerdem können Bäume umfallen oder Äste abbrechen. Deshalb bitten wir dringend darum, der offiziellen Sperrung Folge zu leisten.“

Sperrungen bleiben bestehen – B305 wird freigegeben

Parallel zum Ende des Katastrophenfalls wird die Gemeinde Ruhpolding eine neue sicherheitsrechtliche Allgemeinverfügung erlassen, welche die bisherige Allgemeinverfügung des Landratsamts ersetzt. Der unmittelbare Einsatz- und Gefahrenbereich bleibt weiterhin gesperrt. Die Sperrung dient dem Schutz der Bevölkerung und der Einsatzkräfte, da im Gelände weiterhin Glutnester, schwer begehbare Bereiche und laufende Einsatzmaßnahmen bestehen. Die genaue Abgrenzung des gesperrten Bereichs ergibt sich aus der neuen Allgemeinverfügung beziehungsweise dem dazugehörigen Lageplan. Das Betreten und Befahren des gesperrten Bereichs bleibt weiterhin untersagt. Die Bevölkerung wird dringend gebeten, die Sperrungen zu beachten, das Einsatzgebiet zu meiden und die Einsatzkräfte nicht zu behindern. Die B305 kann dagegen ab dem 13.05.2026 wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Freigabe der Straße bedeutet jedoch keine Freigabe des Einsatz- und Gefahrenbereiches im Bergwald. Die Zufahrt von und nach Reit im Winkl ist damit wieder über die B305 möglich. Verkehrsteilnehmer werden dennoch gebeten, im betroffenen Bereich besonders aufmerksam zu fahren und auf Einsatzfahrzeuge sowie mögliche verkehrsrechtliche Hinweise zu achten.

Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer erklärt: „Für Ruhpolding waren die vergangenen Tage eine enorme Belastungsprobe. Die rechtzeitige Feststellung des Katastrophenfalls war aus Sicht der Gemeinde richtig und wichtig. Sie hat dazu beigetragen, dass Einsatzkräfte, Fachstellen und Unterstützungsleistungen frühzeitig gebündelt und koordiniert werden konnten. Mein großer Dank gilt allen Einsatzkräften, dem Landratsamt Traunstein, den beteiligten Behörden und Organisationen sowie allen Helfern, die in den vergangenen Tagen Außerordentliches geleistet haben. Ebenso danke ich den Bürgern, Anwohnern, Betrieben und Gästen für ihre Geduld und ihr Verständnis. Auch in der kommenden Phase des Koordinierungsfalls bleibt der gesperrte Bereich weiterhin Einsatz- und Gefahrenbereich.“


Weitere fachliche Bewertung der Wald- und Bodenbereiche
Auch nach dem Ende des Katastrophenfalls bleiben die betroffenen Wald- und Bodenbereiche im Fokus. Neben den Nachlöscharbeiten werden die betroffenen Flächen weiter fachlich bewertet. Dabei geht es insbesondere um mögliche Glutnester im Boden- und Wurzelbereich, die Stabilität des Geländes, den Schutzwald sowie die weiteren Schritte zur Sicherung und Wiederherstellung der betroffenen Bereiche. Forstbetriebsleiter Sebastian Klinghardt sagt: „Der Brand hat gezeigt, wie anspruchsvoll Einsätze im Bergwald sind. Auch wenn der offene Brand gelöscht ist, können Glutnester im Boden und im Wurzelbereich noch längere Zeit ein Risiko darstellen. Deshalb sind die weiteren Kontrollen und Nachlöscharbeiten so wichtig. Für den Wald wird es anschließend auch darum gehen, die betroffenen Flächen fachlich zu bewerten und die nächsten Schritte für Schutzwald, Boden und Wiederbewaldung vorzubereiten.“ 

Sollte sich die Lage wider Erwarten wieder deutlich verschärfen, werden die notwendigen rechtlichen und organisatorischen Maßnahmen erneut geprüft. Nach derzeitigem Stand kann die Lage jedoch geordnet außerhalb des Katastrophenfalls weitergeführt werden.

Bildunterschrift:
Vor Ort am Einsatzgeschehen am Saurüsselkopf in Ruhpolding: Landrat Andreas Danzer, Örtlicher Einsatzleiter Christof Grundner, Forstbetriebsleiter Sebastian Klinghardt und Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer informierten sich über die aktuelle Lage und die weiteren Nachlöscharbeiten. Der Katastrophenfall endet mit Ablauf des 12. Mai 2026; die Einsatz- und Kontrollmaßnahmen im Gefahrenbereich werden geordnet fortgeführt.

Meldung vom 11.05.2026 - ca. 14:30 Uhr

Katastrophenfall wegen Lage am Saurüsselkopf

Nachlöscharbeiten kommen weiter voran – Wetterlage erfordert vorübergehende Anpassung

Die Nachlöscharbeiten am Saurüsselkopf in Ruhpolding kommen weiter voran. Nach der Auswertung der Drohnenaufklärung vom Sonntag auf den heutigen Montag sind in den bereits bearbeiteten Einsatzabschnitten deutliche Fortschritte erkennbar. Insbesondere in den südlichen Bereichen des Einsatzgebietes konnten zahlreiche Glutnester weiter reduziert beziehungsweise bereits erneut kontrolliert werden. Die aktuelle Wetterlage erfordert am heutigen Montag jedoch eine vorübergehende Anpassung der Einsatzmaßnahmen. Für die Mittags- und frühen Nachmittagsstunden werden Gewitter, Hagel sowie starke Böen erwartet. Aus Sicherheitsgründen wurden die Einsatzkräfte deshalb vorsorglich aus den Einsatzbereichen am Berg zurückgeführt. Inzwischen befinden sich alle Kräfte wieder außerhalb des unmittelbaren Bergbereichs. 

In der vergangenen Nacht blieb die Lage insgesamt ruhig. Größere Auffälligkeiten wurden nicht festgestellt. Im östlichen Einsatzbereich waren jedoch weiterhin Rauchentwicklung beziehungsweise sichtbare Aufflammungen in einem schwer zugänglichen Bereich erkennbar. Gerade dort befinden sich weiterhin zahlreiche Glutnester, die nur mit erheblichem Aufwand abgelöscht werden können. Am heutigen Montag sind insgesamt rund 338 Einsatzkräfte im Einsatz. Dazu gehören unter anderem Kräfte der Feuerwehr, der Bergwacht, der Polizei, der Bundeswehr, der Forstverwaltung, des BRK sowie weitere Unterstützer. Die Bergwacht ist mit 71 Kräften vor Ort, davon waren vor der wetterbedingten Räumung 51 Kräfte aktiv im Gelände. Die Bundeswehr unterstützt die Maßnahmen mit 40 Soldaten. Die Forstverwaltung ist mit 23 Kräften eingebunden. Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf der systematischen Suche, Kontrolle und Bekämpfung von Glutnestern. Die Einsatzkräfte arbeiten sich abschnittsweise durch das Gelände. Vor allem in den südlichen und mittleren Einsatzbereichen sind deutliche Fortschritte sichtbar. Die nördlichen und besonders schwer zugänglichen Bereiche bleiben dagegen weiterhin anspruchsvoll. Dort ist das Gelände teils felsig, steil und nur eingeschränkt bodengebunden erreichbar.

Die Erkundung erfolgt weiterhin mit Drohnen, Wärmebildtechnik, Hubschraubern und Kräften am Boden. Die Bundeswehr führt die Drohnenaufklärung fortlaufend weiter. Auch Hubschrauber werden weiterhin benötigt. Sie unterstützen insbesondere dort, wo Brandstellen aus dem Gelände heraus nicht oder nur schwer erreicht werden können. Soweit es die Wetterlage zulässt, werden Hubschrauber auch weiterhin für Erkundungs- und Löschmaßnahmen eingesetzt. Die Nachlöscharbeiten bleiben aufwendig und personalintensiv. Viele Glutnester sitzen tief im Waldboden, unter Wurzeln oder in abgestorbenem Holz. Sie müssen von den Einsatzkräften vor Ort freigelegt und anschließend gezielt abgelöscht werden. In schwer zugänglichen Bereichen ist dies nur mit alpiner Begleitung möglich. Feuerwehr, Bergwacht, Alpinpolizei, Forst und Bundeswehr arbeiten dabei eng abgestimmt zusammen. Die Wetterlage bleibt ein entscheidender Faktor. Neben der aktuellen Unwetterprognose ist für Dienstag nach derzeitiger Vorhersage auch Neuschnee bis unter 1.000 Meter möglich. Die Einsatzplanung wird deshalb laufend an Wetter, Gelände und Sicherheitslage angepasst.


Aufgrund der positiven Lageentwicklung kann die Warnung vor Rauch- und Geruchswahrnehmungen über MoWaS aufgehoben werden. Punktuelle Rauchentwicklungen im unmittelbaren Einsatzbereich können jedoch weiterhin auftreten. Eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung besteht nach derzeitigem Stand nicht.


Hinweis für Medienvertreter

Termine zur Berichterstattung über das Einsatzgeschehen vor Ort können individuell abgestimmt werden. Interessierte Medienvertreter wenden sich dazu bitte an die Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein.
Telefon: +49 8621 900 909 5
E-Mail: pressestelle@kfv-traunstein.de

Das Betreten beziehungsweise Befahren des unmittelbaren Einsatz- und Bergbereiches ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Für die Organisation entsprechender Pressetermine ist ein zeitlicher Vorlauf von etwa zwei Stunden einzuplanen.

Bild: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Meldung vom 10.05.2026 - 14:30 Uhr

Nachlöscharbeiten auch am Sonntag in vollem Gange

Die Lage am Saurüsselkopf blieb auch in der Nacht von Samstag auf den heutigen Sonntag, 10. Mai 2026, insgesamt ruhig. Gegen 19 Uhr kam es aufgrund des stärkeren Windes zu Rauch- und Glutentwicklung im engeren Einsatzbereich des Bergwaldes. Durch den sofortigen Einsatz eines Hubschraubers mit Außenlastbehälter konnte der Bereich schnell nachgelöscht werden. Weitere aktive Löschmaßnahmen waren in den Nachtstunden nicht erforderlich. Die Feuerwehr führte weiterhin fortlaufend Kontroll- und Erkundungsfahrten im betroffenen Gebiet durch, um mögliche Veränderungen frühzeitig festzustellen. Am heutigen Sonntag sind daher erneut rund 330 Einsatzkräfte mit den aufwendigen Nachlöscharbeiten beschäftigt.  

Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf der systematischen Kontrolle des Geländes sowie der Bekämpfung versteckter Glutnester. Die Einsatzkräfte arbeiten sich dabei Abschnitt für Abschnitt durch den betroffenen Bergwald. Hierzu sind vor allem Feuerwehrkräfte im Einsatz, unterstützt durch alpine Spezialisten der Bergwacht sowie der Polizei. Fünf Hubschrauber und die Bodentrupps arbeiten eng abgestimmt – die Arbeiten schreiten so positiv voran.

Zusätzlich führen Einsatzkräfte umfangreiche Nachlöscharbeiten in bereits bearbeiteten Abschnitten durch. Der zeitweise stärkere Wind sorgt dafür, dass es auch in vermeintlich gelöschten Bereichen immer wieder zu Rauchentwicklungen beziehungsweise verstärkter Glutbildung kommt. Die Einsatzkräfte kontrollieren diese Bereiche kontinuierlich mit Wärmebildkameras und führen unmittelbar notwendige Nachlöscharbeiten durch.

Es gelingt weiterhin, den Schwerpunkt der Einsatzkräfte mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu besetzen. Durch eine bedarfsorientierte Personalplanung und gezielte Anforderungen in der örtliche Einsatzleitung mit Kreisbrandrat Christof Grundner kommen überwiegend Feuerwehren aus dem Landkreis Traunstein und Bergwachthelfer aus einem weiteren Umkreis zum Einsatz. Ein großer Dank gilt allen Einsatzkräften und Organisationen für die hervorragende Zusammenarbeit und den unermüdlichen Einsatz unter anspruchsvollen Bedingungen.

Die aktuelle Witterungslage mit trockenen Bedingungen und zeitweise auffrischendem Wind sorgt in der Region weiterhin, dass unterirdische Glutnester wieder aufflammen. Die Verantwortlichen beobachten die Wetterentwicklung deshalb fortlaufend.

Die Bevölkerung wird gebeten, das Einsatzgebiet weiterhin zu meiden, Absperrungen zu beachten und die Einsatzkräfte nicht zu behindern.

Hinweis für Medienvertreter

Termine zur Berichterstattung über das Einsatzgeschehen vor Ort können individuell abgestimmt werden. Interessierte Medienvertreter wenden sich dazu bitte an die Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein.
Telefon: +49 8621 900 909 5
E-Mail: pressestelle@kfv-traunstein.de

Das Betreten beziehungsweise Befahren des unmittelbaren Einsatz- und Bergbereiches ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Für die Organisation entsprechender Pressetermine ist ein zeitlicher Vorlauf von etwa zwei Stunden einzuplanen.

Bilder: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Meldung vom 09.05.2026 - 14:45 Uhr

Nachlöscharbeiten laufen im schwierigen Gelände weiter

Am heutigen Samstag, 9. Mai 2026, sind rund 342 Einsatzkräfte bei der Bekämpfung des Bergwaldbrandes am Saurüsselkopf im Einsatz. Die Nacht verlief ruhig. Aktive Löschmaßnahmen waren in der Nacht nicht erforderlich. Stattdessen fanden regelmäßige Kontroll- und Erkundungsfahrten der Feuerwehr im betroffenen Gebiet statt, um die Lage weiter zu überwachen und mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Seit den frühen Morgenstunden laufen die Nachlöscharbeiten wieder im Vollbetrieb. Erste Kräfte sind bereits seit 6:00 Uhr in den Einsatzabschnitten am Berg unterwegs. Ziel ist es, die Tageszeit möglichst vollständig für die Arbeiten im Gelände zu nutzen. Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Suche, Kontrolle und Bekämpfung von Glutnestern. Die Einsatzkräfte arbeiten sich dabei systematisch von Süden in Richtung Norden vor. Besonders anspruchsvoll bleiben die nördlichen Einsatzabschnitte, in denen das Gelände schwer zugänglich ist und die Arbeiten nur eingeschränkt bodengebunden möglich sind. Hubschrauber, Drohnen und Bodentrupps arbeiten weiterhin koordiniert zusammen. Für den heutigen Tag ist erneut Luftunterstützung vorgesehen, insbesondere für schwer erreichbare Bereiche, in denen ein Einsatz von Bodentrupps nur eingeschränkt oder nicht möglich ist.

Warum die Nachlöscharbeiten so aufwendig sind

Die Nachlöscharbeiten am Saurüsselkopf stellen die Einsatzkräfte weiterhin vor große Herausforderungen. Das Gelände ist steil, felsig und in Teilen nur schwer erreichbar. Zudem sitzen viele Glutnester tief im Waldboden, unter Wurzeln oder in abgestorbenem Holz. Diese Brandstellen können aus der Luft nur begrenzt bekämpft werden. Sie müssen vor Ort aufgespürt, freigelegt und gezielt abgelöscht werden. Je nach Geländebeschaffenheit kommen unterschiedliche Taktiken und Spezialkräfte zum Einsatz. In leichter zugänglichen Bereichen arbeiten Feuerwehrkräfte gemeinsam mit Mitarbeitern des Forsts direkt am Waldboden. Dort können Glutnester teilweise noch mit kleineren Strahlrohren und klassischem Löschgerät bekämpft werden. In mittelschwerem Gelände werden die Feuerwehrkräfte zusätzlich von der Bergwacht unterstützt. Die Bergwacht hilft beim sicheren Zugang zu abgelegenen Brandstellen, unterstützt bei der Absicherung von Wegen und Einsatzstellen und wirkt beim Materialtransport im schwierigen Gelände mit.

In besonders steilen und absturzgefährdeten Bereichen müssen aufwendige Seilsicherungen eingerichtet werden. Teilweise können Einsatzkräfte dort nur gesichert am Seil arbeiten, um versteckte Glutnester freizulegen und gezielt abzulöschen. Ohne alpine Begleitung können Löschtrupps in diesen Bereichen nicht eingesetzt werden. Die Brandbekämpfung ist deshalb inzwischen in weiten Teilen Handarbeit. Einsatzkräfte öffnen mit Hacken und Werkzeugen Schicht für Schicht den Waldboden, um an die versteckte Glut zu gelangen. Anschließend werden die Brandstellen gezielt mit kleinen Strahlrohren oder Löschrucksäcken abgelöscht. Diese Löschrucksäcke fassen rund 20 Liter Wasser und ermöglichen es, kleinere Glutnester auch abseits von Schlauchleitungen gezielt zu bekämpfen.

Erkundung, Wasserversorgung und Logistik

Die Drohnenaufklärung wurde ausgewertet und fließt fortlaufend in die weitere Einsatzplanung ein. Zugleich zeigt sich dabei auch die Grenze technischer Erkundung: Wärmebildsysteme können verdeckte Glutnester unter dichtem Laub- oder Blätterdach nur eingeschränkt erfassen. Deshalb kommen verstärkt handgeführte Wärmebildkameras zum Einsatz, um Glutnester unterhalb der Vegetation und im Bodenbereich gezielter aufzuspüren. Für die Wasserversorgung wurde eine umfangreiche Infrastruktur im Bergwald aufgebaut. Schlauchleitungen verlaufen von den Forststraßen in das Gelände hinein. Das Löschwasser wird über Pumpen und Löschfahrzeuge stufenweise zu den Einsatzbereichen gefördert. Entlang der Einsatzabschnitte wurden Material- und Löschwasserdepots eingerichtet, damit Geräte, Schläuche und Wasserreserven möglichst nah an die Einsatzstellen gebracht werden können. Auch die Logistik bleibt anspruchsvoll. Ein Teil des benötigten Materials wird mit Hubschraubern in den Berg geflogen. Zusätzlich kommen Drohnen für die Erkundung und zur Unterstützung beim Materialtransport in schwer erreichbare Einsatzabschnitte zum Einsatz. Trotz des hohen technischen und personellen Aufwands bleibt die Brandbekämpfung im steilen Bergwald ein langwieriger Prozess. Die Einsatzkräfte arbeiten sich Abschnitt für Abschnitt durch das Gelände und löschen Glutnest für Glutnest ab, um ein erneutes Aufflammen des Feuers zu verhindern.

Ausblick

Für die kommenden Tage wird die Einsatzorganisation weiter auf einen länger andauernden Nachlöscheinsatz ausgerichtet. Dabei stehen insbesondere die Verfügbarkeit von Spezialkräften, alpiner Begleitung, geeigneter Ausrüstung und ausreichenden Personalressourcen im Mittelpunkt. Die Lage bleibt trotz der insgesamt positiven Entwicklung aufmerksam zu beobachten. Unterirdische Glutnester können weiterhin aufflammen. Zudem wird für das Wochenende trockenes, warmes und windiges Wetter erwartet. Dadurch besteht weiterhin die Gefahr eines erneuten Aufflammens einzelner Brandstellen. Die Bevölkerung wird gebeten, das Einsatzgebiet weiterhin zu meiden, Absperrungen zu beachten und die Einsatzkräfte nicht zu behindern.

Bilder: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Meldung vom 08.05.2026 - 16:00 Uhr

Katastrophenfall wegen Lage am Saurüsselkopf

Schwerpunkt verlagert sich auf aufwendige Nachlöscharbeiten am Boden

Der Einsatz am Saurüsselkopf in Ruhpolding läuft weiter planmäßig. Hubschrauber, Drohnen und Bodentrupps arbeiten koordiniert zusammen. Zur Abstimmung der Einsatzräume, der Sicherheitsfragen sowie der Maßnahmen am Boden und aus der Luft wurde eine eigene Koordinierungsstelle eingerichtet.

Die Lage bleibt anspruchsvoll. Der Schwerpunkt der Einsatzmaßnahmen überwiegend in unwegsamen teils sehr steilem Gelände verlagert sich zunehmend auf die Suche und aufwändige Bekämpfung von Glutnestern am Boden. Hintergrund ist, dass viele Glutnester tief im Wurzel- und Bodenbereich sitzen. Solche Brandstellen können aus der Luft nicht zielführende gelöscht werden. Sie müssen vor Ort lokalisiert, geöffnet und gezielt abgelöscht werden. Das bedeutet: Die Nachlöscharbeiten werden in den kommenden Tagen vor allem kleinteilige und körperlich anstrengende Handarbeit sein. Einsatzkräfte müssen sich in schwierigem Gelände zu den betroffenen Bereichen vorarbeiten, Brandstellen freilegen und mit Wasser, Löschrucksäcken und Handwerkzeug ablöschen. Teilweise ist dies nur zu Fuß und mit alpiner Sicherung möglich.

Die Einsatzkräfte der unterschiedlichen Einheiten arbeiten hier Hand in Hand zusammen. Dabei unterstützt die Expertise insbesondere der Bergwacht die Einsatzkräfte in schwer zugänglichem Gelände, beurteilt die sichere Begehbarkeit von Einsatzstellen und begleitet Löschtrupps in Bereichen, in denen alpine Erfahrung und Sicherungstechnik erforderlich sind. In besonders anspruchsvollen Abschnitten können Arbeiten nur mit Spezialkräften, Seilsicherung und entsprechender Ausrüstung durchgeführt werden. Die Drohnenaufklärung wurde ausgewertet. Auf dieser Grundlage wird die weitere Einsatzplanung fortgeschrieben. Dabei geht es insbesondere darum, die schwer zugänglichen Bereiche zu priorisieren und den Einsatz von Bergführern, Gebirgsführern sowie zusätzlichen Unterstützungskräften vorzubereiten. 

Der aktuelle Bundeswehreinsatz wurde zunächst bis 11. Mai bewilligt. Die Einsatzstrategie wird weiterhin täglich überprüft und an das Lagebild angepasst. Dabei bleibt das Gelände eine erhebliche Herausforderung. Viele Brandstellen sind nur schwer oder teilweise gar nicht erreichbar. Ohne alpine Begleitung können Löschtrupps in diesen Bereichen nicht eingesetzt werden. Vor diesem Hintergrund kann das bestehende Betretungsverbot inkl. Straßensperre der B 305 in Abstimmung mit der Polizei nicht weiter reduziert werden und muss in der aktuellen Fassung bis voraussichtlich mindestens Anfang kommender Woche aufrechterhalten bleiben.

Auch die Prognose bleibt vorsichtig. Unterirdische Glutnester können jederzeit wieder aufflammen. Zudem wird für das Wochenende weiterhin trockenes, warmes und windiges Wetter erwartet. Dadurch besteht weiterhin die Gefahr, dass sich einzelne Brandstellen erneut entwickeln.

Für die kommenden Tage liegt der Schwerpunkt deshalb auf einer langfristig tragfähigen Organisation der Nachlöscharbeiten. Dazu gehören arbeitsfeste Einrichtungen, geeignete Unterkünfte, ausreichend Personal sowie die notwendige Spezialausrüstung für die Kräfte im Gelände.

Der Katastrophenfall bleibt weiterhin bestehen. Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, das Einsatzgebiet zu meiden, Absperrungen zu beachten und die Einsatzkräfte nicht zu behindern.

Bild: Bergwacht Bayern, M.Laponder

Meldung vom 08.05.2026 - 08:30 Uhr

Lage am Saurüsselkopf: Ablöschen der Glutnester im Fokus – Betretungs- und Befahrungsverbot angepasst

In der Nacht verlief der Feuerwehreinsatz am Saurüsselkopf ohne besondere Vorkommnisse.  An der Ostseite des Einsatzgebietes loderten die Flammen an einzelnen wenigen Stellen auf, erloschen aber auch meist wieder von selbst, ohne Eingreifen der vorgehaltenen Bereitschaft. Die Arbeit der Nachtbereitschaft beschränkte sich auf Kontrollaufgaben. Regenschauer während der Nacht hatten nach derzeitiger Einschätzung keinen wesentlichen Einfluss auf das Brandgeschehen. Zusätzliche Kräfte mussten in der Nacht nicht nachalarmiert werden. In der aktuellen Phase des Einsatzes müssen arbeitsintensive und kräftezehrende Nachlöscharbeiten an einer großen Zahl von Glutnestern, die sich zum Teil in schwer erreichbaren Gebieten befinden, vorgenommen werden. Dazu sind und waren logistische Maßnahmen am Berg, wie beispielsweise die Errichtung von Wasserbehältern und Seilsicherungen, notwendig. Zudem sind nach wie vor Hubschraubereinsätze in reduzierter Zahl notwendig. Diese Maßnahmen werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Aktuell sind vor allem noch in Ruhpolding noch Rauch- und Brandgeruch wahrnehmbar. Personen, die Rauch oder Brandgeruch wahrnehmen, sollen Fenster und Türen geschlossen halten, Lüftungs- und Klimaanlagen nach Möglichkeit abschalten und den Aufenthalt im Freien in den betroffenen Bereichen vorsorglich reduzieren. Personen mit Atemwegserkrankungen wird empfohlen, besonders aufmerksam zu sein.

Betretungs- und Befahrungsverbot angepasst

Aufgrund der weiter verbesserten Lage wurde auch die sicherheitsrechtliche Allgemeinverfügung zum Betretungs- und Befahrungsverbot angepasst. Die bisherige Allgemeinverfügung wurde um Mitternacht (8. Mai 2026 um 0:00 Uhr) wie folgt angepasst: Der Verbotsbereich wird auf den weiterhin erforderlichen Gefahren- und Einsatzbereich begrenzt. Er umfasst künftig die Forst- und Wanderwege ab dem Bereich der Wildbachfurt der B305 nordöstlich folgend bis zum Ortsteil Fuchsau in der Gemeinde Ruhpolding einschließlich aller darin liegenden südlichen Bereiche bis zur Landesgrenze. Die genaue Begrenzung ergibt sich aus dem Lageplan, der Bestandteil der Allgemeinverfügung ist.

Vom Betretungs- und Befahrungsverbot ausgenommen sind Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, beauftragte Privatunternehmen sowie Bewohner und Hotelgäste der Ortsteile Waich, Fritz am Sand, Laubau und Seehaus.

Hintergrund der Anpassung ist, dass der Brand in Teilbereichen eingedämmt werden konnte. Gleichzeitig bestehen im Bereich des Saurüsselkopfs weiterhin Gefahren durch zahlreiche Glutnester sowie durch laufende Einsatzmaßnahmen von Feuerwehr, Bergwacht und Hubschraubern. Das Betretungs- und Befahrungsverbot bleibt deshalb im verbleibenden Einsatzbereich notwendig, um Erholungssuchende und Schaulustige zu schützen und die Einsatzkräfte nicht zu behindern.


Verkehrshinweis

Die Bundesstraße B305 bleibt zwischen dem Parkplatz Seegatterl und dem Kreisverkehr Hinterpoint südlich von Ruhpolding für den allgemeinen Straßenverkehr gesperrt. Die Zufahrt von und nach Reit im Winkl erfolgt weiterhin über die A8-Anschlussstelle Grabenstätt, Marquartstein und Unterwössen.

Für ausgewiesene Medienvertreter sind am heutigen Freitag, 8. Mai 2026, insgesamt vier Pressefahrten zu ausgewählten Einsatzorten geplant. Treffpunkt ist jeweils am Eingangsbereich des Rathauses in Ruhpolding. Von dort aus werden die Mitfahrer mit einem Shuttlebus der Feuerwehr zu ausgewählten Einsatzorten gebracht. Vor Ort werden Aufnahmen ermöglicht. Die Abfahrtszeiten sind für 9:00 Uhr, 11:00 Uhr, 13:00 Uhr und 15:00 Uhr vorgesehen. Weitere Fahrten werden bedarfsgerecht koordiniert.

Für die Abstimmung und Anmeldung können sich Medienvertreter an die Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein wenden:
Telefon: +49 8621 900 909 5
Mail: Pressestelle@kfv-traunstein.de

Für Fragen aus der Bevölkerung hat das Landratsamt Traunstein ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist am heutigen 08.05.2026 von 8:00 bis 12:00 Uhr unter der Nummer 0861 58-411 erreichbar. Nach 12:00 Uhr läuft eine Bandansage mit dem Hinweis, dass aktuelle Informationen auf der Homepage des Landratsamtes Traunstein zu finden sind.

Bilder: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Meldung vom 07.05.2026 - 18:30 Uhr

Lage am Saurüsselkopf:

Ablöschen der Glutnester im Fokus – Betretungs- und Befahrungsverbot wird angepasst

Die Lage am Saurüsselkopf in Ruhpolding hat einen wichtigen Wendepunkt erreicht: Der offene Brand ist gelöscht. Zugleich beginnt nun die besonders aufwendige Phase der Nachlöscharbeiten. In dem teils schwer zugänglichen Gelände befinden sich weiterhin zahlreiche Glutnester, die lokalisiert, zu Fuß erreicht und vollständig abgelöscht werden müssen. Am heutigen Einsatztag wurden dafür weitere wichtige Vorbereitungen abgeschlossen. Unter anderem wurde am Gipfelgrat eine Plattform mit einem 15.000-Liter-Löschwasserbehälter errichtet. Von dort aus werden die weiteren Löscharbeiten systematisch in mehrere Zonen gegliedert. Die Einsatzkräfte arbeiten sich derzeit aus südlicher Richtung vor. Das Gelände wurde für die weiteren Arbeiten in verschiedene Schwierigkeitsstufen eingeteilt. In leichter zugänglichen Bereichen können Feuerwehr und Staatsforsten gemeinsam tätig werden. In schwierigeren Bereichen arbeiten Feuerwehr und Bergwacht zusammen. In besonders anspruchsvollen Bereichen sind Arbeiten nur mit Spezialkräften, Seilsicherung und Abseiltechnik möglich. Zur weiteren Koordination wird ein eigener Koordinierungsbereich eingerichtet. Dieser stimmt ab morgen die Arbeiten am Boden, den Hubschraubereinsatz und gezielte Löschmaßnahmen aus der Luft aufeinander ab.

Betretungs- und Befahrungsverbot wird angepasst

Aufgrund der weiter verbesserten Lage wird auch die sicherheitsrechtliche Allgemeinverfügung zum Betretungs- und Befahrungsverbot angepasst. Die bisherige Allgemeinverfügung wird ab Mitternacht (8. Mai 2026 um 0:00 Uhr) wie folgt angepasst: Der Verbotsbereich wird auf den weiterhin erforderlichen Gefahren- und Einsatzbereich begrenzt. Er umfasst künftig die Forst- und Wanderwege ab dem Bereich der Wildbachfurt der B305 nordöstlich folgend bis zum Ortsteil Fuchsau in der Gemeinde Ruhpolding einschließlich aller darin liegenden südlichen Bereiche bis zur Landesgrenze. Die genaue Begrenzung ergibt sich aus dem Lageplan, der Bestandteil der Allgemeinverfügung ist.

Vom Betretungs- und Befahrungsverbot ausgenommen sind Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, beauftragte Privatunternehmen sowie Bewohner und Hotelgäste der Ortsteile Waich, Fritz am Sand, Laubau und Seehaus.

Hintergrund der Anpassung ist, dass der Brand in Teilbereichen eingedämmt werden konnte. Gleichzeitig bestehen im Bereich des Saurüsselkopfs weiterhin Gefahren durch zahlreiche Glutnester sowie durch laufende Einsatzmaßnahmen von Feuerwehr, Bergwacht und Hubschraubern. Das Betretungs- und Befahrungsverbot bleibt deshalb im verbleibenden Einsatzbereich notwendig, um Erholungssuchende und Schaulustige zu schützen und die Einsatzkräfte nicht zu behindern.

Verkehrshinweis

Die Bundesstraße B305 bleibt zwischen dem Parkplatz Seegatterl und dem Kreisverkehr Hinterpoint südlich von Ruhpolding für den allgemeinen Straßenverkehr gesperrt. Die Zufahrt von und nach Reit im Winkl erfolgt weiterhin über die A8-Anschlussstelle Grabenstätt, Marquartstein und Unterwössen.


Für Fragen aus der Bevölkerung hat das Landratsamt Traunstein ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist am 08.05.2026 von 8:00 bis 12:00 Uhr unter der Nummer 0861 58-411 erreichbar. Nach 12:00 Uhr läuft eine Bandansage mit dem Hinweis, dass aktuelle Informationen auf der Homepage des Landratsamtes Traunstein zu finden sind.

Bild: Kreisfeuerwehrverband Traunstein, Woife Gasser

Ruhpolding Sauruesselkopf 2026-05-04_WoifeGasser_MG_7518_pr

Meldung vom 07.05.2026 -15:45 Uhr

Lage am Saurüsselkopf

Der offene Brand ist gelöscht – die Glutnester bleiben die Herausforderung

Die Lage am Saurüsselkopf in Ruhpolding hat einen wichtigen Wendepunkt erreicht: Der offene Brand ist gelöscht. Die Einsatzkräfte haben in den vergangenen Tagen unter schwierigen Bedingungen entscheidende Fortschritte erzielt. Von einer vollständigen Entwarnung kann jedoch noch nicht gesprochen werden. Die Glutnester im Gelände bleiben die Herausforderung der kommenden Tage.

Der Einsatz ist damit weiterhin nicht beendet. Die noch vorhandenen Glutnester müssen lokalisiert, erreicht und vollständig abgelöscht werden. Aufgrund des Geländes, der Hanglagen und der teils schwer zugänglichen Bereiche ist dies weiterhin eine aufwendige und körperlich sehr anspruchsvolle Aufgabe für die Einsatzkräfte. Ziel ist es, ein erneutes Aufflammen des Feuers zu verhindern und die betroffenen Bereiche komplett abzulöschen.

Landrat Andreas Danzer erklärt dazu: „Der offene Brand ist nach intensiven Tagen gelöscht. Das ist eine sehr gute Nachricht – und sie ist vor allem das Ergebnis eines außergewöhnlich starken, konzentrierten und professionellen Zusammenwirkens aller Beteiligten.

Im Katastrophenfall haben Einsatzkräfte, Fachbehörden, Hilfsorganisationen, Gemeinde und das Landratsamt eng abgestimmt gehandelt. Unter der schnellen und entschlossenen administrativen Leitung des Landratsamts konnten die Kräfte gebündelt, Entscheidungen schnell getroffen und die notwendigen Maßnahmen zielgerichtet umgesetzt werden. Klar ist: Der Einsatz ist damit noch nicht vorbei. In vielen Bereichen gibt es Glutnester. Diese zu finden, zu erreichen und endgültig abzulöschen, ist eine enorme Herausforderung. Das ist kleinteilig, körperlich anstrengend und wird uns voraussichtlich noch längere Zeit beschäftigen. Mein großer Dank gilt allen Einsatzkräften, Helfern und Unterstützern, die seit Tagen mit höchstem Einsatz arbeiten – vor Ort, in den Stäben, in den Gemeinden und im Hintergrund. Was hier gerade auch von den ehrenamtlichen Einsatzkräften aller Organisationen geleistet wurde und weiter geleistet wird, verdient größten Respekt. Wir bleiben aufmerksam und wir bleiben konsequent.“ 

Bild: Landrat Andreas Danzer und Kreisbrandrat Christof Grundner

Meldung vom 07.05.2026 - 08:30 Uhr

Brand am Saurüsselkopf: Lage bleibt stabilisiert

Keine weitere Ausbreitung in der Nacht – Rauch- und Geruchswahrnehmungen werden weiter beobachtet


Nach der Lagebewertung am Donnerstagmorgen informiert das Landratsamt Traunstein über den aktuellen Stand zum Waldbrand am Saurüsselkopf in der Gemeinde Ruhpolding.

In der Nacht verlief der Feuerwehreinsatz am Saurüsselkopf ohne besondere Vorkommnisse. Eine weitere Ausbreitung des Brandes konnte verhindert werden. Leichter Regen in den Abendstunden hatte nach derzeitiger Einschätzung keinen wesentlichen Einfluss auf das Brandgeschehen. Durch aufkommenden Wind um Mitternacht loderten vereinzelt Glutnester auf, die punktuell abgelöscht wurden. Mit dem Abflauen des Windes stabilisierte sich die Lage erneut. Der geplante Feuerwehreinsatz zur Brandbekämpfung wurde planmäßig durchgeführt; zusätzliche Kräfte mussten in der Nacht nicht nachalarmiert werden. Insgesamt waren 57 Feuerwehrkräfte einschließlich einer Rettungsdienstabstellung im Einsatz. Verletzt wurde weder in der Bevölkerung noch unter den Einsatzkräften jemand.

Die über MoWaS veranlasste Warnmeldung zu Rauch- und Geruchswahrnehmungen bleibt in der aktuellen Form bestehen und wird mit neuen Erkenntnissen fortlaufend abgeglichen. Aktuell sind in Ruhpolding Rauch und Brandgeruch wahrnehmbar. Prognosen zufolge könnte sich die Rauchentwicklung in den kommenden Stunden in Richtung Südosten, insbesondere in den Bereich Winklmoos und gegebenenfalls bis nach Tirol, ausbreiten. Auch heute werden erneut Messfahrten durchgeführt. Vorsorglich wird weiterhin empfohlen, bei wahrnehmbarem Rauch oder Ascheregen Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungsanlagen nach Möglichkeit vorübergehend auszuschalten. Personen mit Atemwegserkrankungen sollten körperliche Anstrengungen im Freien in den betroffenen Bereichen vorsorglich vermeiden.

Mit Tagesanbruch werden die Einsatzmaßnahmen wieder ausgeweitet. Für den heutigen Tag ist erneut Flugbetrieb vorgesehen. Ziel bleibt es, betroffene Bereiche zu kühlen, Glutnester zu bekämpfen und ein erneutes Aufflammen beziehungsweise eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die Einsatzmaßnahmen werden lageabhängig fortgeführt und fortlaufend angepasst. Zentrales Schutzziel bleibt der langfristige Schutz des Trinkwasserschutzgebiets Laubau. Es besteht weiterhin keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung und keine akute Gefährdung der Trinkwasserversorgung. Die Lage wird fortlaufend durch die beteiligten Fachstellen bewertet.

Die bestehenden Betretungsverbote und die Straßensperre bleiben weiterhin bestehen. Das Einsatzgebiet darf nicht eigenständig aufgesucht werden. Bürger, Medienvertreter und Schaulustige werden weiterhin dringend gebeten, den Bereich weiträumig zu meiden und Zufahrtswege freizuhalten. Der Einsatz privater Drohnen im Einsatzgebiet ist untersagt.

Um Medienvertretern weiterhin eine geordnete Berichterstattung aus dem Einsatzumfeld zu ermöglichen, sind auch heute insgesamt vier begleitete Pressefahrten vorgesehen. Treffpunkt ist jeweils der Eingangsbereich des Rathauses Ruhpolding. Von dort werden die angemeldeten Medienvertreter mit einem Shuttlebus der Feuerwehr zu ausgewählten Einsatzorten gebracht, an denen Aufnahmen ermöglicht werden. Die Abfahrtszeiten sind für 9:00 Uhr, 11:00 Uhr, 13:00 Uhr und 15:00 Uhr vorgesehen. Weitere Fahrten werden bei Bedarf koordiniert. Ansprechpartner hierfür ist die Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein, Telefon 08621 900 909 5, E-Mail Pressestelle@kfv-traunstein.de.

Zur Brandursache liegen weiterhin keine abschließenden Erkenntnisse vor. Die Ermittlungen wurden aufgenommen.

Für Fragen aus der Bevölkerung hat das Landratsamt Traunstein ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist unter 0861 58-411 aktuell von 8:00 bis 16:00 Uhr erreichbar. Nach 16:00 Uhr läuft eine Bandansage mit Hinweis auf die aktuellen Informationen auf der Homepage des Landratsamtes Traunstein.

Bild: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Meldung vom 06.05.2026 - 18:00 Uhr

Brand am Saurüsselkopf: Lage stabilisiert sich weiter

Keine nennenswerte Ausbreitung – Einsatz läuft auch in der Nacht weiter – Trinkwasserschutzgebiet Laubau bleibt zentrales Schutzziel


Die Lage im Einsatzgebiet hat sich nach aktueller Einschätzung weiter stabilisiert. Eine nennenswerte Ausbreitung wurde zuletzt nicht festgestellt. Eine Entwarnung gibt es dennoch weiterhin nicht. Der Schwerpunkt der Maßnahmen bleibt darauf gerichtet, eine Ausbreitung insbesondere in Richtung Süden zu verhindern. Die Entwicklung sowie das tatsächliche Brandgeschehen werden weiterhin engmaschig kontrolliert und überwacht. Für den morgigen Donnerstag ist erneut Flugbetrieb vorgesehen. Nachts sind Hubschrauberflüge aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

Aktuell sind rund 275 Einsatzkräfte eingebunden, darunter etwa 215 Feuerwehrleute sowie Kräfte von Bundespolizei, Landespolizei, Bergwacht, Rotem Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Technischem Hilfswerk und Bundeswehr. Der Einsatz läuft auch in der Nacht weiter, soweit dies gefahrlos möglich ist, unter anderem mit handgeführten Strahlrohren und Tanklöschfahrzeugen. Die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr sind weiterhin in mehrere klar definierte Einsatzabschnitte gegliedert. Diese umfassen unter anderem die Wasserversorgung und den Pendelverkehr im Bereich der Chiemgau Arena, die Koordination der Hubschrauberbetankung und -befüllung, die Brandbekämpfung in den westlichen, östlichen und südlichen Einsatzbereichen sowie die Versorgung der eingesetzten Kräfte mit Verpflegung, Treibstoff und Material. Im südlichen Bereich sind seit heute zudem Bodeneinheiten gemeinsam mit der Bergwacht im Hang im Einsatz. Am Bundeswehrlandeplatz Laubau wird der Hubschraubereinsatz koordiniert; unterstützt wird dies durch Flughelfer der Feuerwehren. Zur Sicherung der Brandabschnitte kommen unter anderem Schlauchleitungen, Tanklöschfahrzeuge, Kreisregner und Pendelverkehre mit Löschfahrzeugen zum Einsatz. Ziel ist es, betroffene Bereiche zu kühlen, Hänge zu bewässern und ein erneutes Aufflammen beziehungsweise Überspringen des Feuers zu verhindern. Die Lage bleibt weiterhin stark von Witterung und Wind abhängig. Gewitter können eine Gefahr für die Einsatzkräfte darstellen und den Löscheinsatz beeinflussen. Auch Wind im Zuge von Gewittern kann problematisch sein, da dadurch ein erneutes Aufflammen von Glutnestern begünstigt werden kann.

Zentrales Schutzziel bleibt der langfristige Schutz des Trinkwasserschutzgebiets Laubau. Es besteht weiterhin keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung und keine akute Gefährdung der Trinkwasserversorgung. Die Lage wird fortlaufend durch die beteiligten Fachstellen bewertet.

Die bestehenden Betretungsverbote und die Straßensperre bleiben weiterhin bestehen. Das Einsatzgebiet darf nicht aufgesucht werden. 

Bild: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Meldung vom 06.05.2026 - 08:00 Uhr

Brand am Saurüsselkopf: Lage hat sich über Nacht deutlich stabilisiert

Ausbreitung vorerst gestoppt – keine Entwarnung – Trinkwasserschutzgebiet Laubau bleibt zentrales Schutzziel


Nach der Lagebewertung am Mittwochmorgen informiert das Landratsamt Traunstein über den aktuellen Stand zum Waldbrand am Saurüsselkopf in der Gemeinde Ruhpolding. Der Katastrophenfall war am Montag, 04. Mai 2026, um 10:05 Uhr durch Landrat Andreas Danzer festgestellt worden.

Die Lage im Einsatzgebiet hat sich über Nacht deutlich stabilisiert. Nach aktueller Einschätzung konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes vorerst gestoppt werden. Eine Entwarnung gibt es dennoch weiterhin nicht. Der Fokus der Einsatzmaßnahmen liegt aktuell insbesondere auf dem Südbereich des betroffenen Gebiets.

Die betroffene Fläche wird derzeit auf eine dreistellige Hektarzahl geschätzt. In die Bewertung fließen unter anderem Brandbereiche, Glutnester und von der weiteren Lageentwicklung berührte Bereiche ein. Eine exakte Auswertung erfolgt im Laufe des Tages. Die genaue Schadensfläche kann erst nach Abschluss der Löscharbeiten verlässlich bewertet werden.

Die Nacht verlief insgesamt ohne besondere Vorkommnisse. Gegen Mitternacht kam es im westlichen Einsatzabschnitt zu etwas stärkerer Flammen- und Rauchentwicklung. Diese konnte durch die eingesetzten Kräfte zügig abgelöscht werden. Zudem wurde die Umgebung benetzt. Dadurch konnte in diesem Bereich ein Rückgang des Brandes sowie der Rauchentwicklung erreicht werden. Der für die Nacht geplante Feuerwehreinsatz zur Brandbekämpfung wurde planmäßig durchgeführt. Zusätzlich wurden drei Feuerwehrfahrzeuge nachalarmiert. In der Nacht waren rund 150 Feuerwehrleute sowie eine Rettungsdienstabstellung im Einsatz. Verletzte Personen oder verletzte Einsatzkräfte sind in der Nacht nicht bekannt geworden.

Mit Tagesanbruch werden die Einsatzmaßnahmen aus der Luft wieder aufgenommen. Für den Vormittag sind zunächst neun Hubschrauber vorgesehen. Der Kräfteansatz bleibt grundsätzlich vergleichbar mit dem Vortag. Die weiteren Maßnahmen werden lageabhängig fortgeführt und fortlaufend angepasst.

Aktuell kommt es insbesondere im Bereich Ruhpolding sowie in der Umgebung weiterhin zu Rauch- und Geruchswahrnehmungen. Nach den vorliegenden Prognosen kann es in den kommenden Stunden zu einer Ausbreitung der Rauch- und Geruchswahrnehmungen in Richtung Norden kommen. Die Rauch- und Geruchslage wird daher weiter beobachtet.

Die über MoWaS veranlasste Warnmeldung bleibt weiterhin bestehen und wird bei neuen Erkenntnissen aktualisiert. Vorsorglich wird weiterhin empfohlen, bei wahrnehmbarem Rauch oder Ascheregen Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungsanlagen nach Möglichkeit vorübergehend auszuschalten. Personen mit Atemwegserkrankungen sollten körperliche Anstrengungen im Freien in den betroffenen Bereichen vorsorglich vermeiden.

Zentrales Schutzziel bleibt der langfristige Schutz des Trinkwasserschutzgebiets Laubau. Es besteht weiterhin keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung und keine akute Gefährdung der Trinkwasserversorgung. Die Lage wird fortlaufend durch die beteiligten Fachstellen bewertet.

Die bestehenden Betretungs- und Befahrungsverbote sowie die Verkehrssperre auf der B 305 bleiben bestehen. Das Einsatzgebiet darf nicht eigenständig aufgesucht werden. Medienvertreter, Bürger und Schaulustige werden weiterhin dringend gebeten, den Bereich weiträumig zu meiden und Zufahrtswege freizuhalten. Der Einsatz privater Drohnen im Einsatzgebiet ist untersagt.

Gleichzeitig gilt nach wie vor: Um ausgewiesenen Medienvertretern dennoch eine Berichterstattung aus dem Einsatzumfeld zu ermöglichen, sind für heute insgesamt vier begleitete Pressefahrten vorgesehen. Treffpunkt ist jeweils der Eingangsbereich des Rathauses Ruhpolding. Von dort werden die angemeldeten Medienvertreter mit einem Shuttlebus der Feuerwehr zu Einsatzorten gebracht, an denen Aufnahmen ermöglicht werden. Die Abfahrtszeiten sind für 9:00 Uhr, 11:00 Uhr, 13:00 Uhr und 15:00 Uhr vorgesehen. Weitere Fahrten werden bei Bedarf koordiniert. Ansprechpartner hierfür ist die Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein, Telefon 08621 900 909 5, E-Mail Pressestelle@kfv-traunstein.de.

Zur Brandursache liegen weiterhin keine abschließenden Erkenntnisse vor. Die Ermittlungen wurden aufgenommen.

Für Fragen aus der Bevölkerung hat das Landratsamt Traunstein ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist unter 0861 58-411 aktuell von 8:00 bis 16:00 Uhr erreichbar. Nach 16:00 Uhr läuft eine Bandansage mit Hinweis auf die aktuellen Informationen auf der Homepage des Landratsamtes Traunstein.

Am heutigen Mittwoch, 06. Mai 2026, lädt das Landratsamt Traunstein um 14:00 Uhr zu einem weiteren Pressegespräch im Landratsamt Traunstein ein. Als Gesprächspartner stehen voraussichtlich zur Verfügung: Landrat Andreas Danzer, Kreisbrandrat und Örtlicher Einsatzleiter Christof Grundner, Dr. Wolfgang Krämer, LRA-Abteilungsleiter Sicherheit und Ordnung, Sebastian Klinghardt, Forstbetriebsleiter am Forstbetrieb Ruhpolding der Bayerischen Staatsforsten, sowie Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer.

Bild: Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Meldung vom 05.05.2026 - 18:00 Uhr

Brand am Saurüsselkopf: Lage bleibt dynamisch

Keine Entwarnung am zweiten Katastrophenfall-Tag – Schwerpunkt auf Südflanke – Trinkwasserschutzgebiet Laubau bleibt zentrales Schutzziel


Nach der Lagebesprechung am Dienstagabend informiert das Landratsamt Traunstein über den aktuellen Stand zum Waldbrand am Saurüsselkopf in der Gemeinde Ruhpolding. Der Katastrophenfall war am Montag, 04. Mai 2026, um 10:05 Uhr durch Landrat Andreas Danzer festgestellt worden.

Auch am zweiten Tag des Katastrophenfalls ist weiterhin keine Entwarnung möglich. Die erhoffte deutliche Wende in der Brandbekämpfung ist bislang nicht eingetreten. Die Lage bleibt dynamisch. Nach aktueller Einschätzung ist weiterhin eine dreistellige Hektarzahl betroffen beziehungsweise von der weiteren Lageentwicklung berührt. Die genaue Schadensfläche kann erst nach Abschluss der Löscharbeiten verlässlich bewertet werden.

Im Laufe des Tages waren erneut elf Hubschrauber in die Brandbekämpfung eingebunden. Die Luftunterstützung zeigte in einzelnen Bereichen Wirkung. Die West- und Ostflanke konnten tagsüber durch den Hubschraubereinsatz stabil gehalten werden. Aufgrund einer Windänderung liegt der Schwerpunkt aktuell auf der Südflanke. Die Lage im Bereich der Landesgrenze wird weiterhin besonders beobachtet; mit den zuständigen Stellen auf österreichischer Seite besteht Kontakt. Aktuell sind rund 250 Einsatzkräfte eingebunden, darunter etwa 190 Feuerwehrleute sowie Kräfte von Bundespolizei, Landespolizei, Bergwacht, Rotem Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Technischem Hilfswerk und Bundeswehr. Der Einsatz bleibt aufgrund des steilen, felsdurchsetzten und schwer zugänglichen Geländes besonders kräftezehrend.

Der Hubschraubereinsatz wurde am Dienstag verlängert. Mit Einbruch der Dunkelheit können aus Sicherheitsgründen jedoch keine Hubschrauberflüge mehr stattfinden. Der Einsatz läuft in der Nacht vom Boden aus weiter, soweit dies gefahrlos möglich ist, unter anderem mit handgeführten Strahlrohren und Tanklöschfahrzeugen. Parallel laufen die Planungen für Mittwoch. Die Einsatzstruktur des heutigen Tages soll grundsätzlich fortgesetzt werden.

Da auch morgen Hubschrauber im Einsatz sein werden, die laufend den Brandbekämpfungsbereich anfliegen und im Bereich der Drei Seen (Weitsee, Mitter- und Lödensee) mit Großbehältnissen Wasser fassen, wurde die Allgemeinverfügung mit dem Betretungsverbot angepasst. Weiterhin bleibt auch die Bundesstraße B305 vom Kreisverkehr Hinterpoint nach Reit im Winkl für den Verkehr gesperrt. Mit Ausnahme der Rettungskräfte sowie Bewohnern und Hotelgästen in den Ortsteilen Seegatterl, Seehaus, Fritz am Sand, Laubau und Waich dürfen Dritte das Waldgebiet nicht betreten. Link zur Allgemeinverfügung: https://www.traunstein.com/assets/amtsblatt/2026/18-2026.pdf

Die Rauch- und Geruchslage war am Dienstagvormittag witterungsbedingt in einem größeren Radius um den Brand wahrnehmbar. Messungen der Umgebungsluft an zahlreichen Messpunkten von Kammer im Norden bis etwa Karlstein bei Bad Reichenhall im Süden ergaben keine auffälligen Ergebnisse. Am Mittwochmorgen ist bedarfsangepasst eine erneute Messfahrt vorgesehen.

Die über MoWaS veranlasste Warnmeldung bleibt weiterhin bestehen und wird bei neuen Erkenntnissen aktualisiert. Vorsorglich wird weiterhin empfohlen, bei wahrnehmbarem Rauch oder Ascheregen Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungsanlagen nach Möglichkeit vorübergehend auszuschalten. Personen mit Atemwegserkrankungen sollten körperliche Anstrengungen im Freien in den betroffenen Bereichen vorsorglich vermeiden. Zentrales Schutzziel bleibt der langfristige Schutz des Trinkwasserschutzgebiets Laubau. Es besteht weiterhin keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung und keine akute Gefährdung der Trinkwasserversorgung.

Die bestehenden Betretungs- und Befahrungsverbote sowie die Verkehrssperre auf der B 305 bleiben bestehen. Das Einsatzgebiet darf nicht aufgesucht werden. Medienvertreter, Bürger und Schaulustige werden dringend gebeten, den Bereich weiträumig zu meiden und Zufahrtswege freizuhalten. Der Einsatz privater Drohnen im Einsatzgebiet ist untersagt.
Die Brandursache steht weiterhin nicht fest. Die Ermittlungen hierzu wurden aufgenommen.
Für Fragen aus der Bevölkerung hat das Landratsamt Traunstein ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist unter 0861 58-411 aktuell von 8:00 bis 16:00 Uhr erreichbar. Nach 16:00 Uhr läuft eine Bandansage mit Hinweis auf die aktuellen Informationen auf der Homepage des Landratsamtes Traunstein.

Für Mittwoch, 06. Mai 2026, lädt das Landratsamt Traunstein um 14:00 Uhr zu einem weiteren Pressegespräch im Landratsamt Traunstein ein. Als Gesprächspartner stehen voraussichtlich zur Verfügung: Landrat Andreas Danzer, Kreisbrandrat und Örtlicher Einsatzleiter Christof Grundner, Dr. Wolfgang Krämer, LRA-Abteilungsleiter Sicherheit und Ordnung, Sebastian Klinghardt, Forstbetriebsleiter am Forstbetrieb Ruhpolding der Bayerischen Staatsforsten sowie Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer.

Meldung vom 05.05.2026 – 14:00 Uhr

Brand am Saurüsselkopf: Einsatzmaßnahmen am zweiten Tag des Katastrophenfalls laufen weiter

Luftunterstützung im Einsatz – Trinkwasserschutzgebiet Laubau bleibt zentrales Schutzziel – Rauch- und Geruchslage wird weiter beobachtet

Nach den Einsatzmaßnahmen am Dienstagvormittag informiert das Landratsamt Traunstein über den aktuellen Stand zum Waldbrand am Saurüsselkopf in der Gemeinde Ruhpolding. Der Katastrophenfall war am Montag, 04. Mai 2026, um 10:05 Uhr durch Landrat Andreas Danzer festgestellt worden.

Die Lage im Einsatzgebiet bleibt weiterhin anspruchsvoll und dynamisch. Die in der Nacht festgestellten Ausbreitungstendenzen in Richtung Norden und Süden werden fortlaufend beobachtet. Die Hubschraubereinsätze zeigen erste Wirkung, zugleich breitet sich der Brand nach aktueller Lageeinschätzung weiterhin aus. Die Lage im Bereich der Landesgrenze wird weiterhin besonders beobachtet. Nach aktueller Lageeinschätzung sind rund 160 Hektar betroffen beziehungsweise von der weiteren Lageentwicklung berührt. Die genaue Schadensfläche kann erst nach Abschluss der Löscharbeiten verlässlich bewertet werden.

Der Schwerpunkt der Einsatzmaßnahmen liegt weiterhin auf der Brandbekämpfung aus der Luft. Aktuell sind elf Hubschrauber im Einsatz: drei Hubschrauber der Bundeswehr, vier Hubschrauber der Landespolizei, ein Hubschrauber der Bundespolizei, ein Hubschrauber der Landespolizei Baden-Württemberg sowie zwei Hubschrauber von Heli Austria. Die Löschmaßnahmen aus der Luft werden durch Beobachtungsposten und Abwurfkoordinatoren unterstützt.

Aktuell sind rund 290 Einsatzkräfte eingebunden. Neben Feuerwehr, Bergwacht, Rettungsdienst, Polizei, Katastrophenschutz, Forst und Gemeinde sind weitere Fachstellen und Unterstützungsstrukturen beteiligt. Im Landratsamt arbeitet weiterhin die administrative Einsatzleitung zur übergeordneten Koordination. Der Einsatz bleibt aufgrund des steilen, felsdurchsetzten und schwer zugänglichen Geländes besonders kräftezehrend. Verletzte oder besondere Vorkommnisse sind bislang nicht bekannt.

Zentrales Schutzziel bleibt das Trinkwasserschutzgebiet Laubau. Es besteht weiterhin keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung und keine akute Gefährdung der Trinkwasserversorgung. Durch die Wind- und Wetterlage kann es weiterhin insbesondere im Bereich Ruhpolding, Laubau, Chiemgau Arena sowie je nach Windverhältnissen auch in angrenzenden Bereichen zu Rauch- und Geruchswahrnehmungen kommen. Die über MoWaS veranlasste Warnmeldung für den Landkreis Traunstein und angrenzende Bereiche des Landkreises Berchtesgadener Land bleibt weiterhin bestehen. Die MoWaS-Warnmeldung wird bei neuen Erkenntnissen aktualisiert. Die Warnmeldung kann unter anderem über Warn-Apps wie NINA oder KATWARN empfangen werden.

Auch im Zusammenhang mit der Rauch- und Geruchslage besteht nach derzeitigem Stand keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung. Vorsorglich wird empfohlen, bei wahrnehmbarem Rauch oder Ascheregen Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungsanlagen nach Möglichkeit vorübergehend auszuschalten. Personen mit Atemwegserkrankungen sollten körperliche Anstrengungen im Freien in den betroffenen Bereichen vorsorglich vermeiden. Die Lage wird fortlaufend beobachtet und bewertet. Hierzu werden entsprechende Messungen durchgeführt.

Die bestehenden Betretungs- und Befahrungsverbote sowie die Verkehrssperre auf der B 305 bleiben bestehen. Das Einsatzgebiet darf nicht aufgesucht werden. Medienvertreter, Bürger und Schaulustige werden weiterhin dringend gebeten, den Bereich weiträumig zu meiden und Zufahrtswege für Einsatzkräfte freizuhalten. Jede zusätzliche Bewegung im Einsatzraum kann die Arbeit der Einsatzkräfte behindern und zusätzliche Risiken verursachen. Der Einsatz privater Drohnen im Einsatzgebiet ist untersagt.

Die Brandbekämpfung wird auch am Nachmittag intensiv fortgesetzt. Aufgrund der Luftunterstützung ist im Bereich Ruhpolding, Laubau und Chiemgau Arena weiterhin mit zahlreichen Flugbewegungen und entsprechender Lärmentwicklung zu rechnen. Für die Abend- und Nachtstunden erfolgt nach derzeitigem Stand eine erneute Lagebewertung.

Zur Brandursache liegen weiterhin keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Klärung der Ursache ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Für Fragen aus der Bevölkerung hat das Landratsamt Traunstein ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist unter 0861 58-411 aktuell von 8:00 bis 16:00 Uhr erreichbar. Nach 16:00 Uhr läuft eine Bandansage mit Hinweis auf die aktuellen Informationen auf der Homepage des Landratsamtes Traunstein.


Das Landratsamt Traunstein informiert erneut, sobald weitere gesicherte Erkenntnisse vorliegen.

Bilder: ©Landratsamt Traunstein 

Meldung vom 05.05.2026 - 8.00 Uhr

Einsatzmaßnahmen am zweiten Tag des Katastrophenfalls laufen weiter an

Rauchausbreitung durch Windrichtungswechsel – rund zehn Hubschrauber eingeplant

Nach der ersten Lagebesprechung am Dienstagmorgen informiert das Landratsamt Traunstein über den aktuellen Stand zum Waldbrand am Saurüsselkopf in der Gemeinde Ruhpolding. Der Katastrophenfall war am Montag, 04. Mai 2026, um 10:05 Uhr durch Landrat Andreas Danzer festgestellt worden.

Die Lage im Einsatzgebiet blieb auch in der Nacht dynamisch. Durch einen Windrichtungswechsel kam es zu Rauchausbreitung sowie zu Ausbreitungstendenzen in Richtung Norden und Süden. Die Westseite bereitete nach derzeitiger Einschätzung weniger Probleme. Auf der Ostseite kam es zu einer Ausbreitung, teilweise auch mit Steinschlag. Durch bereits in der Nacht veranlasste Nachalarmierungen und weitere Maßnahmen konnte dort eine Stabilisierung erreicht werden. Auch auf der Nordseite wurde eine Ausbreitung festgestellt. Auf der Südseite nahmen Hitzeentwicklung und Flammenbildung zu. Die Lage im Bereich der Landesgrenze wird besonders beobachtet.

Der Hubschrauberbetrieb war in der Nacht aus Sicherheitsgründen eingestellt. Die Wiederaufnahme des Flugbetriebs war für den frühen Morgen geplant. Für den heutigen Einsatztag sind insgesamt rund zehn Hubschrauber im Einsatz beziehungsweise eingeplant, darunter auch Unterstützung durch die Bundeswehr. Die genaue Zahl der eingesetzten Luftfahrzeuge kann sich lageabhängig verändern.

In der Nacht waren rund 150 Einsatzkräfte eingebunden. Für den heutigen Tag wird mit rund 250 Einsatzkräften gerechnet. Beobachtungsposten werden durch Abwurfkoordinatoren ergänzt, um die Löschmaßnahmen aus der Luft gezielt zu unterstützen. Weitere Einsatzmittel und Kräfte befinden sich lageabhängig im Zulauf beziehungsweise in Vorbereitung.

Rettungsdienst und Forst meldeten für die Nacht keine besonderen Vorkommnisse. Auch die technische Einsatzunterstützung wurde weitergeführt, unter anderem durch die Versorgung mit Akkus für Funkgeräte. Von Seiten der Gemeinde wurde insbesondere Rauchentwicklung wahrgenommen.

Zentrales Schutzziel bleibt das Trinkwasserschutzgebiet Laubau. Nach derzeitigem Stand besteht weiterhin keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung und keine akute Gefährdung der Trinkwasserversorgung. Die Lage wird fortlaufend durch die beteiligten Fachstellen bewertet.

Durch den Windrichtungswechsel in der Nacht und der aktuellen Wetterlage kann es insbesondere im Bereich Ruhpolding, Laubau, Chiemgau Arena sowie je nach Windverhältnissen auch in angrenzenden Bereichen zu Rauch- und Geruchswahrnehmungen kommen. Nach derzeitigem Stand besteht weiterhin keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung. Vorsorglich wird empfohlen, bei wahrnehmbarem Rauch oder Ascheregen Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungsanlagen nach Möglichkeit vorübergehend auszuschalten. Personen mit Atemwegserkrankungen sollten körperliche Anstrengungen im Freien in den betroffenen Bereichen vorsorglich vermeiden. Die Lage wird fortlaufend beobachtet und bewertet. Eine entsprechende Warnmeldung für die Landkreise Traunstein und das angrenzende Gebiet des Landkreises Berchtesgadener Land wurde über Mowas veranlasst.

Ein Bürgertelefon ist unter 0861/58-411 erreichbar.

Die Brandbekämpfung wird voraussichtlich auch über den heutigen Tag hinaus andauern. Aufgrund der umfangreichen Luftunterstützung ist im Bereich Ruhpolding, Laubau und Chiemgau Arena mit zahlreichen Flugbewegungen und entsprechender Lärmentwicklung zu rechnen.

Für die Bevölkerung gilt weiterhin: Das Einsatzgebiet darf nicht aufgesucht werden. Medienvertreter, Bürger und Schaulustige werden dringend gebeten, den Bereich weiträumig zu meiden und Zufahrtswege für Einsatzkräfte freizuhalten. Die bestehenden Betretungs- und Befahrungsverbote sowie die Verkehrssperre auf der B 305 bleiben bestehen. Jede zusätzliche Bewegung im Einsatzraum kann die Arbeit der Einsatzkräfte behindern und zusätzliche Risiken verursachen.

Zur Brandursache liegen weiterhin keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Klärung der Ursache ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Das Landratsamt Traunstein informiert im Laufe des Tages erneut, sobald weitere gesicherte Erkenntnisse vorliegen.

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Meldung vom 04.05.2026 - 19.00 Uhr

Einsatz am ersten Tag des Katastrophenfalls läuft mit umfangreicher Unterstützung weiter

Schutzziel bleibt das Trinkwasserschutzgebiet Laubau – keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung

Das Landratsamt Traunstein hat am späten Montagnachmittag gemeinsam mit allen zentral beteiligten Stellen umfassend und aktuell über die Lage beim Waldbrand am Saurüsselkopf in der Gemeinde Ruhpolding informiert. An dem Pressegespräch nahmen Landrat Andreas Danzer, Dr. Wolfgang Krämer, Abteilungsleiter Sicherheit und Ordnung am Landratsamt Traunstein, Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer, Kreisbrandrat und Örtlicher Einsatzleiter Christof Grundner sowie Sebastian Klinghardt, Forstbetriebsleiter am Forstbetrieb Ruhpolding der Bayerischen Staatsforsten, teil. Der Brand war am Sonntagabend, 03. Mai 2026, aus bislang ungeklärter Ursache im schwer zugänglichen Gelände am Saurüsselkopf ausgebrochen. Nach umfangreichen Erkundungs- und Vorbereitungsmaßnahmen in der Nacht hatte Landrat Andreas Danzer am Montag, 04. Mai 2026, um 10:05 Uhr den Katastrophenfall festgestellt. Zum Örtlichen Einsatzleiter wurde Kreisbrandrat Christof Grundner bestellt.

Zentrales Schutzziel der Einsatzmaßnahmen ist das Trinkwasserschutzgebiet Laubau. Es hat besondere Bedeutung für die Trinkwasserversorgung in Traunstein, Inzell, Teilen Siegsdorfs und als Verbundversorgung für Teile Ruhpoldings. Nach derzeitigem Stand besteht keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung und keine akute Gefährdung der Trinkwasserversorgung. Ziel der Maßnahmen ist es, eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern und die Schutzfunktion des betroffenen Berg- und Schutzwaldes und damit auch des Trinkwasserschutztes langfristig zu sichern. „Die Feststellung des Katastrophenfalls war angesichts der Lage und des besonderen Schutzziels ein notwendiger Schritt. Jetzt geht es darum, alle verfügbaren Kräfte und Mittel bestmöglich zu koordinieren, die Einsatzkräfte zu schützen und das Trinkwasserschutzgebiet Laubau wirksam zu sichern“, sagte Landrat Andreas Danzer.

Die Lage bleibt anspruchsvoll. Das Gelände am Saurüsselkopf ist steil, felsdurchsetzt und nur sehr schwer zugänglich. Eine Brandbekämpfung vom Boden aus ist deshalb derzeit nicht möglich. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt auf der Brandbekämpfung aus der Luft sowie auf sogenannten Riegelstellungen, mit denen eine weitere Ausbreitung verhindert werden soll. „Wir haben es mit einem extrem schwierigen Gelände zu tun. Die Sicherheit der Einsatzkräfte steht an erster Stelle. Deshalb erfolgt die Brandbekämpfung dort, wo ein Einsatz am Boden nicht möglich ist, vor allem aus der Luft“, erklärte Kreisbrandrat und Örtlicher Einsatzleiter Christof Grundner.

Im Laufe des Tages wurden die Einsatzmaßnahmen deutlich ausgeweitet. Nach dem Stand vom Nachmittag waren mehrere Löschhubschrauber im Einsatz beziehungsweise im Zulauf. Für Dienstag sind darüber hinaus Hubschraubereinsätze der Bundeswehr geplant. Insgesamt waren am Nachmittag rund 200 bis 250 Einsatzkräfte eingebunden. Zusätzlich arbeitet im Landratsamt die administrative Einsatzleitung zur übergeordneten Koordination. „Der Katastrophenfall schafft die notwendige Grundlage, um überörtliche Kräfte, Spezialgerät und verschiedene Fachstellen zentral zusammenzuführen. Entscheidend ist, dass wir einer weiteren Ausbreitung entschlossen begegnen und den Trinkwasserschutz langfristig im Blick behalten“, sagte Abteilungsleiter Dr. Wolfgang Krämer.

Auch die Gemeinde Ruhpolding ist eng in die Einsatzbewältigung eingebunden. Sie unterstützt unter anderem mit Ortskenntnis, Infrastruktur und Abstimmungen vor Ort. „Für die Gemeinde Ruhpolding ist das eine sehr herausfordernde Lage. Wir sind dankbar für die enge und professionelle Zusammenarbeit mit Landkreis, Einsatzleitung, Feuerwehren, Hilfsorganisationen und den weiteren Fachstellen. Jetzt geht es darum, gemeinsam alles zu tun, um die Lage in den Griff zu bekommen“, betonte Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer.

Eine besondere Rolle spielt der betroffene Berg- und Schutzwald. Neben seiner Bedeutung für Natur und Landschaft erfüllt er wichtige Schutzfunktionen, unter anderem mit Blick auf Trinkwasser, Erosion, Steinschlag und Murenabgänge. Nach einer ersten forstfachlichen Einschätzung ist ein Bereich von rund 50 Hektar betroffen beziehungsweise von der weiteren Lageentwicklung berührt. Die genaue Schadensfläche kann erst nach Abschluss der Löscharbeiten verlässlich bewertet werden. „Der Bergwald am Saurüsselkopf erfüllt zentrale Schutzfunktionen. Entscheidend ist jetzt, den Brand einzudämmen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass diese Schutzfunktionen langfristig wieder gesichert werden können“, erklärte Sebastian Klinghardt, Forstbetriebsleiter am Forstbetrieb Ruhpolding der Bayerischen Staatsforsten.

Die Brandbekämpfung wird voraussichtlich auch am Dienstag intensiv fortgesetzt. Aufgrund der geplanten Luftunterstützung ist im Bereich Ruhpolding, Laubau und Chiemgau Arena mit zahlreichen Flugbewegungen zu rechnen.

Für die Bevölkerung gilt weiterhin: Das Einsatzgebiet darf nicht aufgesucht werden. Medienvertreter, Bürger und Schaulustige werden dringend gebeten, den Bereich weiträumig zu meiden und Zufahrtswege für Einsatzkräfte freizuhalten. Für Teile des Einsatzraums wurden Betretungs- beziehungsweise Befahrungsverbote angeordnet. Jede zusätzliche Bewegung im Einsatzraum kann die Arbeit der Einsatzkräfte behindern und zusätzliche Risiken verursachen.

Im betroffenen Gebiet, insbesondere im Bereich Laubau / Chiemgau Arena, sollen bei auftretendem Ascheregen vorsorglich Fenster und Türen geschlossen bleiben. Die Bevölkerung wird gebeten, ausschließlich offizielle Informationen zu beachten. Vorsorglich wurde für den umfassenden Bereich um den Brandherd ein Betretungsverbot mittels Allgemeinverfügung – veröffentlicht im Amtsblatt des Landratsamtes Traunstein – erlassen. Auf der B 305 wurde eine Verkehrssperre außer für Einsatzkräfte und Anwohner zwischen Kreisverkehr Hinterpoint/Laubau bis Seehaus bis zunächst Donnerstag erlassen. 

Zur Brandursache liegen derzeit keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Klärung der Ursache ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Das Landratsamt Traunstein informiert weiterhin regelmäßig per Pressemitteilung sowie über seine Social-Media-Kanäle über die weitere Entwicklung.


Bildunterschrift:
Beim Pressegespräch zum Brand am Saurüsselkopf informierten am Montagnachmittag im Landratsamt Traunstein die zentral beteiligten Verantwortlichen über die aktuelle Lage. Von links: Dr. Wolfgang Krämer, LRA-Abteilungsleiter Sicherheit und Ordnung, Landrat Andreas Danzer, Kreisbrandrat und Örtlicher Einsatzleiter Christof Grundner, Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer, LRA-Pressesprecher Michael Reithmeier und Sebastian Klinghardt, Forstbetriebsleiter am Forstbetrieb Ruhpolding der Bayerischen Staatsforsten.