
Vernetzt für bessere Bildungschancen in Oberbayern – Fachleute aus Politik, Verwaltung und Bildung diskutieren beim Netzwerktreffen gemeinsame Strategien
Optimale Bildungschancen entstehen dort, wo Schulen, Schulaufsicht, Kommunen, Ministerium, Wirtschaft und Jugendhilfe eng zusammenarbeiten. Wie dieses Zusammenspiel gelingen kann, stand im Mittelpunkt des 11. Netzwerktreffens der oberbayerischen Bildungsregionen am 3. März in Traunstein. Unter dem Titel „Gemeinsam wirken – Netzwerkarbeit in der Bildungsregion“ hatte die Regierung von Oberbayern rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Bildungsinstitutionen eingeladen. Ziel ist es, den Austausch zwischen den beteiligten Akteuren zu stärken und die Zusammenarbeit untereinander weiter auszubauen.
In seiner Begrüßung betonte Landrat Andreas Danzer, dass Bildung eine zentrale Zukunftsaufgabe des Landkreises ist. Deshalb investiere der Landkreis Traunstein unter anderem in den Campus Chiemgau, in den Neubau von Berufsschulen sowie in die Sanierung weiterführender Schulen. Brigitte Grams-Loibl, Sprecherin der Konferenz der Schulaufsicht in Oberbayern, hob in ihrem Grußwort die Bedeutung der Bildungsregionen für das bayerische Bildungssystem hervor. Einen Einblick in die regionale Vernetzung der Hochschulbildung gab Franziska Riese, geschäftsführende Leitung der Technischen Hochschule Rosenheim am Campus Chiemgau, in ihrem Vortrag. Anschließend stellte Janina Lödding, Bildungsmanagerin des Landkreises Traunstein, ihre Arbeit vor und zeigte auf, wie Zusammenarbeit vor Ort konkrete Wirkung entfalten kann.
Im anschließenden Gespräch diskutierten die Landtagsabgeordneten Gabriele Triebel und Dr. Martin Brunnhuber gemeinsam mit den Teilnehmenden darüber, wie Politik und Bildungspraxis noch enger zusammenarbeiten können. Moderiert wurde die Runde von Melina Verhoven von der Regionalen Entwicklungsagentur Bayern (REAB Bayern). Dabei wurden auch aktuelle Herausforderungen im bayerischen Bildungssystem thematisiert.
In der anschließenden Netzwerkphase standen praxisnahe Themen im Mittelpunkt, darunter die Zusammenarbeit im Startchancenprogramm, Datennutzung sowie neue erfolgsversprechende Ansätze.
Die abschließenden Worte des Netzwerktreffens sprach Anne Radlinger, Bereichsleitung Schulen bei der Regierung von Oberbayern. Im Rahmen der Netzwerktreffen könne man sich zu gleichartigen Problemen austauschen und voneinander lernen. Denn starke Bildungsregionen entstehen dort, wo gemeinsam Verantwortung für die Bildung getragen wird.
Die Initiative „Bildungsregionen in Bayern“ des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus zeichnet Landkreise und kreisfreie Städte aus, die koordinierte Bildungsstrategien umsetzen und nachhaltige Strukturen aufbauen. Aktuell gibt es im Regierungsbezirk Oberbayern 17 Bildungsregionen und 8 digitale Bildungsregionen.
Foto: Rund 60 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Schulaufsicht und Bildungseinrichtungen nahmen am 11. Netzwerktreffen der oberbayerischen Bildungsregionen in Traunstein teil. Im Mittelpunkt stand der Austausch über erfolgreiche Netzwerkarbeit in der Bildungsregion. (© Landratsamt Traunstein)
